​Für Levin Öztunali verlief die abgelaufene Saison kaum so, wie er es sich erhofft hatte. Nach zwei durchaus erfolgreichen Spielzeiten in ​Mainz lief es zuletzt nämlich nicht mehr wirklich rund, zu oft fand sich der Flügelspieler auf der Bank wieder. Nun könnte es den 23-Jährigen weiter ziehen, denn ein anderer Kandidat aus der Bundesliga könnte locken. Bis es zu einem Wechsel kommt, wird allerdings noch einige Zeit vergehen.


Öztunali ist ein hochveranlagter Mittelfeldspieler, der 2016 zum 1. FSV Mainz stieß. Der voBayer Leverkusen verpflichtete Enkel von Uwe Seeler schlug auch direkt ein und konnte in den folgenden zwei Spielzeiten immerhin 15 Torbeteiligungen in der ​Bundesliga sammeln. Doch in dieser Saison wendete sich das Blatt und der gebürtige Hamburger war nur selten ein Einsatzkandidat.


Dieser Umstand hatte viele Gründe, doch vor allem zwei Zustände machten Öztunali zu schaffen. Zum einen spielte ein Muskelbündelriss zu Beginn der Saison eine entscheidende Rolle, denn dadurch verpasste der 23-Jährige einen Teil der Vorbereitung und konnte sich unter Trainer Sandro Schwarz auch in den ersten Partien nicht beweisen. Doch auch in der Folgezeit kam Öztunali nicht in Fahrt.


Das lag vor allem am System der Mainzer, die im Mittelfeld häufig auf eine Raute setzten und so nur die Halbposition für den so schnellen Mainzer blieb. Dadurch konnte er sein Tempo und seine Agilität aber kaum ausspielen und die Stärken kamen nur wenig zur Geltung. Deswegen stehen am Ende nur 15 Einsätze in der Liga mit zwei Vorlagen zu Buche. Zumindest bekommt er nun noch einmal die Chance, sich zu beweisen.


Selbstvertrauen sammeln bei der U21


Denn Öztunali gehört zum Nationalmannschaftskader der U21, die in wenigen Tagen in die Europameisterschaft startet. Dort soll er nun versuchen etwas Selbstvertrauen zu sammeln, denn er gehört dort zu den Leistungsträgern. Das Talent will die Saison also noch einmal ​mit einem Highlight beenden. Doch eine Rückkehr zu den Mainzern ist nach dem aktuellen Stand noch nicht sicher.

Levin Oztunali,Phil Foden

Öztunali sorgt im Dress der Nationalelf stets für Gefahr



Laut Informationen des kicker hat der ​FC Augsburg nämlich Interesse für den 23-Jährigen entwickelt. Denn dort trainiert der ehemalige Mainz-Trainer Martin Schmidt, der die Fuggerstädter nach einer durchwachsenen Saison übernahm und in der nächsten Spielzeit wieder in ruhigere Gewässer führen soll. Dazu will man den Kader weiter verstärken, Öztunali wäre dafür sicherlich ein geeigneter Kandidat. 


Der finanzielle Rahmen spricht ebenfalls für einen Transfer, doch noch liegt kein offizielles Angebot von den Augsburgern vor. Mainz wäre ebenfalls bereit Gespräche zu führen, doch noch wollen alle Parteien die Entwicklung des Mainzers und der U21 bei der EM in Italien und San Marino abwarten. Je nach den Leistungen, die der schnelle Mittelfeldakteur zeigt, könnte sich noch etwas an seinem Preis ändern.