Die Erfolgsgeschichte von Maximilian Eggestein beim ​SV Werder Bremen begann vor mehreren Jahren und soll so bald nicht enden. Schon während der Rückrunde verlängerten er und sein Bruder ihre Verträge langfristig, die Zukunft soll den Eggesteins gehören. Denn vor allem Maximilian entwickelte sich stets enorm weiter und ist bei Bremen nun bereit für den nächsten Schritt.


Die abgelaufene Spielzeit hätte für Maximilian Eggestein wohl kaum besser laufen können. 34 Einsätze in der ​Bundesliga, das Halbfinale im DFB-Pokal und eine Berufung in die A-Nationalmannschaft.​ Es war ein herausragendes Jahr für den erst 22-Jährigen, der sich all diese Meilensteine selbst erarbeitet hat. Sie stehen symbolisch für den steilen Aufstieg des Top-Talents, der schon jetzt ein echter Leistungsträger ist.


Seinen eigenen Wert steigerte der Mittelfeld-Akteur zumindest enorm. In dieser Saison entwickelte er nicht nur viel mehr Torgefahr (sechs Tore und sieben Vorlagen), sondern wuchs auch mehr und mehr an der Verantwortung. Im Bremer Mittelfeld gehört er deswegen schon jetzt zum absoluten Stammpersonal, doch auch für die Nationalmannschaft ist er immer ein interessanter Kandidat.

Maximilian Eggestein,Kingsley Coman

Eggestein ist schon jetzt ein richtiger Allrounder


Das meint auch Nationaltrainer Joachim Löw, der Eggesteins Fähigkeiten in hohem Maß lobt. Als er im kicker über teils gestandene Nationalspieler wie Joshua Kimmich, Serge Gnabry, Leon Goretzka aber eben auch Maxi Eggestein sprach, zeigte er Begeisterung für ihre Spielweise. Sie alle brächten "Geschwindigkeit und Technik mit für solch ein schnelles Spiel (...), um international auf höchstem Niveau agieren zu können."


Auch wenn der Werderaner also noch nicht in der Nationalelf zum Einsatz kam, wissen die Verantwortlichen seinen Status zu schätzen. Lange wird es nicht mehr dauern, bis er sich auf der ganz großen Bühne beweisen darf, da sind sich alle sicher. Denn so wie die Entwicklung des Youngsters abläuft, erreicht er so schnell keine Grenze. Das belegen auch weitere Zahlen, die Eggestein bei Werder erreichte.


Seit dem November 2017 wurde der 22-Jährige in jedem Spiel für den SVW eingesetzt, zudem ist er als extrem laufstarker Spieler ein echter "Marathonmann". Doch auch seine Konstanz ist beeindruckend, was natürlich auch sein Trainer Florian Kohfeldt nur zu gut weiß: "Maxi fällt nie unter ein gewisses Basisniveau, nie unter 90 Prozent. Das ist überragend für einen so jungen Spieler."


Vor allem diese Stärke unterscheidet das Talent von vielen anderen Akteuren, die teilweise nur in wenigen Spielen brillieren. Und genau das macht ihn so wertvoll, denn für seine vierte richtige Bundesliga-Saison könnte für ihn nun eine neue Rolle winken. Dabei rückt er laut dem kicker in der Hierarchie bei den Grün-Weißen nach oben, denn Werder braucht Führungsspieler.

Davy Klaassen

Davy Klaassen könnte zusammen mit Eggestein das Mittelfeld anführen


Vor allem nach dem Abschied von Kapitän Max Kruse und den sich häufenden Ausfällen von Ur-Bremer Philipp Bargfrede, braucht es beim SVW nun Anführer. Dazu wird nun auch Eggestein gehören, der bereits jetzt im Mittelfeld immer wieder dirigierte und seine Mitspieler auch emotional noch einmal pushen konnte. So kommt der 22-Jährige auch schon als Kapitän infrage.


Auf das Amt des Spielführers hat er allerdings noch nur Außenseiterchancen, denn die Erfahrung und Qualität der beiden ehemaligen Ajax-Akteure Niklas Moisander und Davy Klaassen dürfte Kohfeldt noch mehr überzeugen. Doch klar ist, dass Maxi den nächsten Schritt machen wird, um sich und sein Team weiterzubringen. Langsam ist er nämlich bereit für größere Aufgaben, darauf arbeitet er Woche für Woche hin.