Dass sich im Kader des ​FC Schalke 04 für die kommende Saison viel verändern muss, ist kein Geheimnis. Es sind zu viele Spieler im Team, die das Ego über das Wohl der Mannschaft stellen, es sind Spieler, die viel zu teuer gekauft wurden. Auf der S04-Streichliste stehen demnach auch Hamza Mendyl und Yevhen Konoplyanka, die beide sehr glücklos auf Schalke agierten.


So hart es auch klingt, man kann Hamza Mendyl - der erst im letzten Sommer zu Schalke wechselte - schon als "Transfer-Flop" betiteln. Heidel legte für ihn sieben Millionen Euro auf den Tisch und stattete den Linksverteidiger mit einem Fünfjahresvertrag aus. 


Nach zunächst schlicht fehlenden Leistungen auf dem Platz kam dann Anfang April noch ​eine Suspendierung aufgrund von disziplinarischen Verfehlungen hinzu. Er fiele des Öfteren durch Verspätungen auf, nehme die Situation nicht ernst genug, hieß es. Mendyl konnte innerhalb des Jahres nicht andeuten, weshalb man noch Hoffnung in ihn setzen sollte.


​Auch wenn er gerne beim S04 bleiben wollen würde, gilt es als sehr unwahrscheinlich, dass dieser Wunsch in Erfüllung geht. Er gehört ebenso wie Yevhen Konoplyanka zu den Spielern, die auch laut kicker abgegeben werden sollen, um Gehaltsstrukturen wieder in den Griff zu bekommen und den Kader allgemein zu "verschlanken".

Guido Burgstaller,Franco Di Santo,Yevhen Konoplyanka

Konoplyanka im Schalke-Dress auf der Bank: Kein seltenes Bild in seinen drei S04-Jahren


Während Konoplyanka in den Diensten der ukrainischen Nationalmannschaft häufig gute Einsätze vorweisen kann, muss man jedoch betonen, dass er es auf Schalke bei drei verschiedenen Trainern nicht geschafft hat, sich nachhaltig durchzusetzen. Möglich, dass sich David Wagner in der Vorbereitung noch ein eigenes Bild des 29-Jährigen machen möchte. Allerdings stehen dem kicker zufolge alle Zeichen auf Abschied: Er gilt als zu "eindimensional", nicht variabel genug.


Schalke wird sowohl mit Mendyl, als auch mit Konoplyanka ein Minusgeschäft eingehen müssen. Es wird sich wohl kein Verein finden, der einen der beiden Spieler verpflichten und dabei ihre jeweiligen Ablösesummen (rund 13 Millionen für Konoplyanka) zahlen wollen wird. Dennoch gehören die beiden zu den geplanten und geforderten Abgängen beim S04.