​Ralf Rangnick führte ​RB Leipzig in der abgelaufenen Saison als Trainer und Sportdirektor in Personalunion bis ins DFB-Pokalfinale. Bislang galt als ausgemacht, dass der ehrgeizige Funktionär ​ab diesem Sommer als Head of Global Soccer die übergeordneten Ziele von Red Bull angehen soll. Mit dem ​FC Chelsea hat nun jedoch ein Klub aus der Premier League ein Auge auf den Erfolgscoach geworfen.


Dass die Blues mit ihrem derzeitigen Trainer Maurizio Sarri nicht vollends zufrieden sind und der italienische Übungsleiter trotz des Europa-League-Titels ​vor einer Rückkehr in die Serie A steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Seit Wochen wird daher das versammelte 'Who is Who' des europäischen Fußballs als möglicher Nachfolger gehandelt. 


Wie die BILD in Erfahrung gebracht hat, soll auch Rangnick in den Überlegungen des englischen Hauptstadtklubs eine Rolle spielen.

Maurizio Sarri

Trotz Titel will Maurizio Sarri die Blues verlassen



Zuletzt deutete vieles daraufhin, dass die ​Vereinsikone Frank Lampard, derzeit für die Geschicke von Derby County verantwortlich, das Rennen um die Trainerbank beim englischen Spitzenklub machen könnte. Auch Rafael Benitez, der einst mit dem FC Liverpool die Champions League gewinnen konnte und derzeit beim Ligakonkurrenten Newcastle United agiert, wurde gehandelt.


Weit fortgeschrittene Verhandlungen soll es jedoch weder mit den beiden in England tätigen Fußballlehrern, geschweige denn mit Rangnick gegeben haben. Doch würde ein Trainerjob bei einem neuen Verein überhaupt in die Karriereplanung des RB-Machers passen? 


Der 60-Jährige ist dafür bekannt, vor keiner Herausforderung zurückzuschrecken und betonte in der jüngsten Vergangenheit wiederholt, dass er sich noch immer jung genug fühle, um den Anforderungen eines Cheftrainerpostens gewachsen zu sein. Darüberhinaus gilt die Premier League seit jeher als bevorzugtes Ziel des gebürtigen Schwabens.

Ralf Rangnick

Bei RB hat Ralf Rangnick alle Fäden in der Hand



Angeheizt wird das Gerücht um einen Wechsel an die Stamford Bridge zudem durch die Tatsache, dass der erfahrene Fußballfachmann sich erst vor kurzem mit Marc Kosicke einen echten Kenner des englischen Fußballs als persönlichen Berater ins Boot geholt hat. Eben jener Agent betreut auch Liverpool-Coach Jürgen Klopp.


Nichtsdestotrotz dürfte sich Rangnick selbst bei einem aktiven Interesse aus London einen Austritt aus der RB-Familie mit Sicherheit zweimal überlegen. Seit dem Sommer 2012 ist der ehemalige Schalke-Coach nun bereits für die Fußballmannschaften des Brauseherstellers tätig und kletterte die Karriereleiter seitdem unaufhaltsam nach oben. In seiner neuen Rolle als übergeordneter Leiter der Ableger in New York und Brasilien könnte er sein Profil weiter schärfen und seine Idee vom Fußball womöglich weitaus effektiver verbreiten, als dies bei einem Engagement bei nur einem Klub möglich wäre - selbst wenn es sich dabei um den großen FC Chelsea handeln würde.