​Am Sonntagabend ging in Stepanakert (Republik Arzach) der CONIFA Sportsbet.io European Football Cup 2019 zu Ende. Acht Mannschaften gingen beim achttägigen Turnier an den Start, das neben 20 Partien auch fünf große Überraschungen zu bieten hatte.


Südossetien triumphiert

​Südossetien ging als klarer Außenseiter in das Turnier. Niemand hatte im Vorfeld damit gerechnet, dass sich Batradz Gurtsiev (Torschützenkönig und Spieler des Turniers), Ibrahim Bazaev & Co. am Ende den Titel sichern. Im Finale setzte sich Südossetien gegen Westarmenien knapp mit 1:0 durch. Bazaev brachte seine Mannschaft mit einem kuriosen Treffer auf die Siegerstraße.

Sein direkt verwandelter Freistoß in der zweiten Halbzeit ging durch das Netz durch, wofür ein Loch verantwortlich war. Die Westarmenier verweigerten dem Treffer zunächst die Anerkennung. Nach einem längeren Protest ging die Partie weiter. Nicht nur diese Unterbrechung war dafür verantwortlich, dass es eine achtminütige Nachspielzeit gab, an deren Ende es noch einmal turbulent wurde. Westarmenien bekam wenige Augenblicke vor dem Abpfiff einen Elfmeter zugesprochen, den Schlussmann Muhaberg Buzaev parierte. 


Chameria - Arzach 4:1

Neben dem späteren Titelgewinner Südossetien zählte auch ​Chameria zu den großen Außenseitern. Chameria war eine von zwei Mannschaften, die erstmals an einem CONIFA-Turnier teilgenommen haben. Zum Auftakt zog die Mannschaft rund um den Kultspieler Marko van Basten Çema gegen Abchasien mit 1:3 den Kürzeren. Der 1,98-Meter-Hüne hatte sein Team in Führung gebracht.


"Ein Tor zu erzielen, ist das wirkungsvollste, was wir tun können. Es zeigt der Welt, dass wir Gewinner sind", sagte der Angreifer gegenüber Sportsbet.io. Im zweiten Gruppenspiel sorgte Chameria für eine faustdicke Überraschung und zwang Arzach mit 4:1 in die Knie. Van Basten traf in der zweiten Halbzeit zunächst zur Führung. Nach dem Ausgleich der Gastgeber bekamen die rund 1.000 Zuschauer eine turbulente Schlussphase zu sehen, in der Chameria in fünf Minuten drei Treffer erzielte.

Foto Credit: Theo McInnes


Westarmenien - Szeklerland 5:0

Bei der Weltfußballmeisterschaft 2018 in London hatte Szeklerland noch das Halbfinale erreicht und auf dem Weg dorthin Westarmenien mit 4:0 abgefertigt. Kaum verwunderlich war es daher, dass Szeklerland auch bei der Europafußballmeisterschaft zum Favoritenkreis zählte. 

Nach der deutlichen 0:4-Auftaktpleite gegen Padanien kam es für den letztjährigen Halbfinalisten auch im zweiten Gruppenspiel knüppeldick. Westarmenien, das bei einem CONIFA-Turnier noch nie über das Viertelfinale hinausgekommen war, trumpfte vor 500 Zuschauern groß auf und feierte einen klaren 5:0-Erfolg.


 Südossetien - Padanien 2:1

Südossetien hat während des Turnierverlaufs für einige Überraschungen gesorgt. Im zweiten Gruppenspiel gewann die Mannschaft aus dem südlichen Kaukasus gegen den großen Favoriten Padanien mit 2:1.

Foto Credit: Theo McInnes


Der Titelverteidiger war mit einem 4:0-Erfolg gegen Szeklerland in das Turnier gestartet. Gegen Südossetien hatten die Italiener jedoch das Nachsehen. Nach den Treffern von Gurtsiev und Bazaev gelang Padanien nur noch der Anschlusstreffer.


Padanien-Aus nach der Gruppenphase

Das Aus von Padanien nach der Gruppenphase zählt zweifelsohne zu den größten Überraschungen in der noch jungen CONIFA-Geschichte. Der Titelverteidiger blieb zuvor bei Europafußballmeisterschaften in zehn Partien ungeschlagen und war auch in diesem Jahr klarer Favorit. Nach dem Auftakterfolg gegen Szeklerland (4:0) folgte gegen Südossetien der erste Dämpfer (1:2). Im letzten Gruppenspiel kamen die Italiener gegen Westarmenien nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Aufgrund des schlechteren Torverhältnisses schied Padanien aus. Im Spiel um Platz fünf unterlag man Gastgeber Arzach mit 0:2. 

Foto Credit: Theo McInnes


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