Der ​FC Bayern München hofft weiterhin auf ​Leroy Sané. Der Nationalspieler besitzt oberste Priorität, gleichzeitig läuft bereits die Suche nach möglichen Alternativen, sollte sich der Wunschtransfer zerschlagen. Angeblich beschäftigt man sich mit ​Yannick Carrasco und Julian Draxler, die gehandelten Namen zeigen jedoch: Adäquate Lösungen finden die Bayern derzeit nicht wirklich.


Ob es jemals wieder eine Flügelzange wie 'Robbery' geben wird, erscheint aufgrund des erfolgreichen Jahrzehnts, das beide Spieler geprägt haben, zweifelhaft, doch der Zahn der Zeit nagt auch am Rekordmeister, der daher nach passenden Nachfolgern fahndet. Mindestens ein Außenbahnspieler soll her, auf beiden Flügeln soll er einsetzbar sein. Neben Tempo, Dynamik und technischen Qualitäten steht auch der Torriecher im Vordergrund, weshalb Leroy Sané das große Transferziel für diesen Sommer ist.


Als Alternative gilt laut Sport Bild Yannick Carrasco. ​Der Belgier will den chinesischen Erstligisten Dalian Yifang nach anderthalb Jahren wieder verlassen, angeblich hat Arsenal London bereits ein erstes Angebot abgegeben. Des Weiteren fällt auch immer wieder der Name Julian Draxler. Der Nationalspieler erhält bei Paris St. Germain unter Thomas Tuchel regelmäßig Spielpraxis, ist allerdings nicht in vorderster Front zu finden und gehört auch nicht zu den Topspielern des Scheichklubs.


Doch beide Lösungen wären nicht einmal im Ansatz so vielversprechend wie eine Verpflichtung von Sané. Für Carrasco spricht der Preis - die Ablöseforderungen sollen bei 30 Millionen Euro liegen - doch ob er nach anderthalb Jahren in China wieder bei einem europäischen Top-Klub auf Anhieb Fuß fassen kann, ist fraglich. Robert Lewandowski forderte beispielsweise Spieler, die der Mannschaft sofort verstärken, entwickeln könne man beim FC Bayern niemanden.

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Besitzt nicht die Qualitäten, die der FC Bayern fordert: Yannick Carrasco.


Der 25-Jährige ist im Dribbling weit von den Qualitäten eines Franck Ribéry oder Arjen Robben entfernt, auch die Torgefahr lässt zu Wünschen übrig. Und ob jemand, der mit gerade einmal 24 Jahren vermutlich des Geldes wegen nach China wechselt, die nötige Mentalität, die beim FC Bayern tagtäglich gefordert wird, besitzt, ist fraglich. 


Draxler beweist derweil in Paris und der Nationalmannschaft seine Qualitäten, doch dass er das neue Gesicht des FC Bayern wird, ist unwahrscheinlich. Der einstige Schalker hat nach seinem Wechsel zum VfL Wolfsburg aufgrund schwacher Leistungen einen Imageschaden erlitten und mittlerweile zwar wieder reparieren können, doch einerseits strebt er ohnehin keinen Abgang aus der französischen Hauptstadt an und andererseits kam er in den vergangenen Monaten unter Thomas Tuchel hauptsächlich im zentralen Mittelfeld zum Einsatz. Zwar kann er auch auf dem linken Flügel auflaufen, doch dort würde er wohl nur wenige Chancen gegen Kingsley Coman besitzen. 

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Als Vorlagengeber hinter dem Angriffs-Trio um Neymar, Edinson Cavani und Kylian Mbappé beweist Julian Draxler seine Stärken - ein Starspieler wird er jedoch eher nicht.


Wie auch schon im Fall Carrasco wäre, wenn überhaupt, der Preis von Vorteil. Die Münchner, so scheint es, beschäftigen sich mit kostengünstigen Alternativen, pfeilschen gleichzeitig um einen potentiellen Rekordtransfer. In Anbetracht der Spekulationen müssen die Fans darauf hoffen, dass Sané bald an der Säbener Straße präsentiert wird, denn einen anderen Spieler auf seinem Niveau wird der FC Bayern kaum finden.