Während nach dem Aufstieg eigentlich alle Kräfte für eine ordentliche Transferpolitik und die kommende schwere Aufstiegssaison gebündelt werden sollten, ergeht sich die Führung beim ​1. FC Köln in Selbstzerfleischung. Nach der Absetzung von Toni Schumacher und seinem Kollegen Markus Ritterbach als Vize-Präsidenten des Vereins kritisiert Schumacher bereits seine Nachfolger.


Noch bis September ist Toni Schumacher Vize-Präsident beim 1. FC Köln. Dann aber ist Schluss. Eine neue sportliche Führung in Form eines Mitgliederrates wird zusammengestellt. Schumacher wird diesem nicht angehören. Während sich viele Anhänger nach den internen Querelen nach Ruhe sehnen, wo doch diese Personalien endlich geklärt sind, legen die geschassten Charaktere immer wieder nach. Wie auch Ex-Präsident Werner Spinner äußerte sich nun Schumacher erneut und kritisierte prompt die neue Führung.


Denn im neuen Vorstand soll es ein wenig an sportlicher Kompetenz mangeln. Diese Aussage hingegen kommt so nicht von Schumacher, sondern soll angeblich selbst das Ergebnis von Beratungen der neuen Mitglieder gewesen sein. Daher habe man beschlossen, einen weiteren Beraterkreis hinzuzuziehen.Gegenüber der Bild-Zeitung erklärte der 65-Jährige dazu: „Das halte ich ehrlich gesagt für schwierig, wenn es dazu führt, dass Armin Veh künftig Transfers noch mal extern diskutieren soll. Schließlich geht es da auch um Tempo und Vertraulichkeit.“


Laut Schumacher bedeutet das: Sportliche Kompetenz ja, einmischen nein. Denn er unterscheidet im weiteren Verlauf des Gesprächs und führt weiter aus, es brauche „ein Gespür für die verschiedenen Situationen und die Menschen in einem Fußballverein hat, der eben kein normales Unternehmen ist. Als Vorstandsmitglied sollte man zum Beispiel wissen, ob man nach einem Aufstieg bei den halbnackten Spielern in der Kabine stehen sollte, oder ob man sich im Hintergrund hält.“


Ob es der neuen sportlichen Führung helfen wird, wenn von außen ein designierter Vize-Präsident deren Kompetenz noch untergräbt, darf bezweifelt werden. Es sieht aber sehr danach aus, als sei beim Effzeh auch nach dem Aufstieg in die ​Bundesliga längst nicht alles eitel Sonnenschein, sondern dass im Hintergrund noch viele Grabenkämpfe geführt werden müssen.