​Bayer Leverkusen macht im Fall Martin Ödegaard offenbar ernst: Dem spanischen Radiosender Cadena SER zufolge soll die Werkself ein erstes Angebot für den Offensivspieler von Real Madrid abgegeben haben. Des Weiteren nimmt Internacional Porto Alegre angeblich Abstand von einem ​Transfer von Charles Aranguiz.


Bei der Suche nach einem Nachfolger für Julian Brandt haben sich die Verantwortlichen offenbar auf Martin Ödegaard festgelegt. Der 20-jährige Norweger wurde in der abgelaufenen Saison zum zweiten Mal in Folge von Real Madrid in die niederländische Eredivisie verliehen, lieferte bei Vitesse Arnheim 23 Torbeteiligungen in 39 Partien und soll auch das Interesse von Ajax Amsterdam auf sich gezogen haben. 


Aufgrund der direkten Qualifikation für die Champions League und dem größeren Wettbewerb in der Bundesliga sollen die Leverkusener jedoch ​einen entscheidenden Vorteil im Kampf um den Rechtsaußen besitzen.


Wie Cadena SER berichtet, soll den Königlichen mittlerweile ein "sehr ernstzunehmendes Angebot" vorliegen, weitere Informationen sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht bekannt. Da Real Madrid den Youngster offenbar nicht endgültig verkaufen wolle und stattdessen eine Leihe anstreben soll, könnten sich beide Klubs auf ein ähnliches Modell wie im Fall Dani Carvajal einigen.


Der Rechtsverteidiger wechselte 2012 für fünf Millionen Euro von der spanischen Hauptstadt nach Leverkusen und kehrte nach nur einem Jahr dank einer Rückkauf-Option in Höhe von 6,5 Millionen Euro wieder zurück. Seither ist er auf der rechten Abwehrseite gesetzt und absolvierte bislang 237 Pflichtspiele für die Blancos.


Aranguiz-Transfer geplatzt?


Unklar ist auch die Zukunft von Charles Aranguiz. Der chilenische Mittelfeldspieler strebt eine Rückkehr nach Südamerika an, ​Sportdirektor Simon Rolfes will ihn bis mindestens 2020, wenn sein bisheriges Arbeitspapier ausläuft, halten. Dennoch stand zuletzt ein Abgang im Raum: Medienberichten zufolge hat sich Internacional Porto Alegre seit gut zwei Monaten mit einer Rückkehr des 30-Jährigen beschäftigt, als Ablösesumme waren acht Millionen Euro im Gespräch.

Nachdem Anfang Mai darüber berichtet wurde, dass der finanziell angeschlagene Verein ​Unterstützung von einem Investor erhalten soll, dürfte sich die Hoffnung auf eine Rückkehr von Aranguiz zerschlagen: Wie Vizepräsident Roberto Melo laut Boa Informacao erklärte, sei das IT-Unternehmen Sonda nicht mehr dazu bereit, die angeblich geforderte Ablösesumme zu überweisen, da der Spieler gemessen an seinem Alter zu teuer sei.