Bei ​RB Leipzig kommt es zur neuen Saison hin zu vielen Verschiebungen der Aufgabenbereiche oder auch gänzlich neuen Personalien. Durch neue Leute wie Nagelsmann und Krösche, dazu der "Abgang" von Rangnick, verändert sich einiges in der Machtverteilung bei den Sachsen.


​Beim Tabellendritten der letzten Saison tut sich einiges zur kommenden Saison. Neben dem neuen Trainer Julian Nagelsmann, dem neuen Sportdirektor Markus Krösche, und den stark veränderten Aufgaben von Ralf Rangnick verschieben sich viele Kompetenzen. Dazu bleibt Oliver Mintzlaff als der "starke Mann" weiterhin an Bord.


Das sportliche Triumvirat bilden nun Mintzlaff, der als Geschäftsführer bei RB noch einen bis 2023 datierten Vertrag hat, Nagelsmann, ​der bereits vor einigen Wochen darüber sprach, wie er sich "sein Leipzig" vorstellt, und der zuletzt neu vorgestellte Sportdirektor Krösche. Über allem steht jedoch weiterhin Mintzlaff als "mächtigster Mann des Vereins", wie die Sportbild ihn betitelt.

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Gilt bei RB Leipzig als "Chef": Oliver Mintzlaff



Der Rangnick-Abgang: Verlierer oder Gewinner?


Angesichts der Rollen-Veränderung für Ralf Rangnick ​stellt sich die Frage, ob er damit "entmachtet" wurde, oder sogar eine (für ihn) bessere Position bekommt. Fakt ist: Bei RB Leipzig verliert er eine starke Stellung, allerdings ist diese Veränderung genau nach seinem Gusto. Er selbst habe die Vorstellung gehabt, die allgemeine Entwicklung RBs stärker beeinflussen und vorantreiben zu können. Er möchte ein "großes Projekt" vor sich sehen, was der Posten als Sportdirektor nicht hätte sein können.


In Leipzig wird er zwar eine tragende Berater-Rolle übernehmen, und auch in der nun kommenden Transferphase wird er noch ein letztes Mal die Geschicke leiten, aber danach widmet er sich seiner neuen Aufgabe als Fußball-Chef für die RB-Standorte in New York und Brasilien. Mit diesem Posten kann er sich den Wunsch, Dinge voranzutreiben, erfüllen. Für ihn persönlich dürfte es also der richtige Schritt gewesen sein.


Krösche und Nagelsmann werden eingearbeitet


Da Rangnick den Sommer über noch die Transfers tätigen wird, gleichzeitig Krösche aber schon da ist, wird es auch die Gelegenheit sein, den Nachfolger direkt einzuarbeiten. Krösches Aufgabe wird folgend sein, anhand von Videoanalysen, Beobachtungen und mit Scouts passende neue Spieler zu finden, wie die Sportbild zusammenfasst. 


Nagelsmann wird währenddessen einige Stärken des Leipzig-Stils beibehalten, aber verbessern und ihn anpassen wollen. Dabei macht er auch vor Veränderungen im Kader nicht halt. ​So wurde berichtet, dass er das Trio um Augustin, Bruma und Ilsanker gerne abgeben würde.


Es könnte also spannend zu beobachten sein, wie sich zum einen die neuen Verantwortlichen Nagelsmann und Krösche in Leipzig einarbeiten, und sich in das "Machtvakuum" einbringen werden, und zum anderen wie sie unter und mit Mintzlaff funktionieren werden. Er ist und bleibt der oberste Chef bei den Sachsen. Zusammen mit den von außen kommenden Meinungen von Rangnick, könnte diese gesamte Konstellation etwas Sprengstoff bieten - oder sie funktionieren in ihren Rollen allesamt sehr gut, arbeiten professionell miteinander und werden Leipzig in sportlich noch erfolgreichere Bahnen lenken. ​