​Wer beim ​VfB Stuttgart nach dem Abstieg mit einem großen Umbruch gerechnet hat, der wird nur wenig überrascht sein. In der ​Zweiten Bundesliga will man erneut angreifen und so schnell wie möglich wieder aufsteigen, doch dafür muss erst einmal Klarheit im Kader herrschen. Viele langjährige Leistungsträger mussten bereits gehen, nach ​Christian Gentner und ​Dennis Aogo steht nun auch Andreas Beck beim VfB vor dem Aus. Die Umstrukturierung in Stuttgart nimmt allmählich konsequente Formen an.


Es sind bittere Wochen für die Schwaben, die den Abstieg immer mehr realisiert haben und nun in diesem Sinne handeln. Der Umbruch im Kader und die großen Umplanungen bedeuteten bereits für mehrere Leistungsträger und langzeitige Führungsspieler das Aus in Stuttgart. Darunter betroffen waren vor allem Kapitän Gentner und Aogo. Doch auch weitere Spieler haben noch keine Kadergarantie für die nächste Saison.


Wie die Sport Bild berichtet, steht auch Andreas Beck auf der Liste der Abgänge. Der ehemalige ​Hoffenheimer, erhält nämlich kein neues Arbeitspapier mehr und wäre im Sommer ablösefrei. Nach 24 Einsätzen in der ​Bundesliga würde dieses Jahr vorerst das letzte für ihn im Stuttgarter Dress sein. Der neunfache deutsche Nationalspieler ist damit ein weiteres Opfer der Planungen von Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat.

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Thomas Hitzlsperger räumt in seinem Verein mächtig 


Auch bei Ron-Robert Zieler könnte in diesem Sommer Schluss sein. Der Weltmeister von 2014 ist beim VfB als absolute Nummer Eins gesetzt und steht schon seit 2017 in Stuttgart unter Vertrag. Als sicherer Rückhalt war er in dieser Spielzeit noch einer der konstantesten Akteure, doch auch für ihn ist die Zukunft noch offen. Denn mit einem Vertrag, der noch bis 2020 gültig ist, hätte er eigentlich noch mindestens ein Jahr in Stuttgart, doch die Verantwortlichen denken bei ihm eher an einen Verkauf.


Inwieweit Stuttgart den Umbruch verkraften wird, bleibt abzuwarten. Sicher ist aber, dass den VfB eine gewisse Qualität und sehr viel Erfahrung verlässt, die im Kampf um den Aufstieg sicherlich auch förderlich gewesen wäre. Doch man muss den Umbruch auch im Licht des Neuanfangs betrachten, ein Stuttgart in der aktuellen Form war nämlich kaum noch konkurrenzfähig. Auf die Schwaben kommt zumindest noch jede Menge Arbeit zu.