Barça und Philippe Coutinho - das passt (noch) nicht. Der Brasilianer hat sich nun vor der Copa America sehr selbstkritisch gezeigt. Er wolle weiter hart an sich arbeiten, so der Selecao-Star. Ob er das weiter für die Katalanen tut, bleibt ungewiss. In Spanien heißt es, Barça wolle den 26-Jährigen loswerden.


Der ​FC Barcelona hat zwei echte Sorgenkinder im Kader. Während Ousmane Dembele vor allem außerhalb des Platzes für Schlagzeilen sorgt und ​vor dem Pokalfinale erneut zu spät zum Training gekommen sein soll, bleibt Rekordeinkauf Philippe Coutinho die hohen Erwartungen schuldig. Der 26-jährige Brasilianer zieht damit immer wieder den Unmut der Barça-Anhänger auf sich. Längst gilt der Spielmacher als Verkaufskandidat.


Im Januar 2018 legten die Katalanen stolze 145 Millionen Euro auf den Tisch. In Liverpool überragend, blieb Coutinho in Barcelona meist aber nur ein Schatten seiner selbst. Ein Urteil, dass er im Übrigen selbst teilt: "Ich hatte keine gute Saison. Meine Leistungen waren viel schlechter, als ich es von mir selbst erwartet hatte. Der einzige Weg, mich zu verbessern und wieder Vertrauen zu gewinnen, ist durch harte Arbeit, und ich habe hart gearbeitet und werde es weiter tun", erklärte er bei der brasilianischen Nationalmannschaft selbstkritisch.

Phillippe Coutinho,Luis Garrido

Bei Barça ungeliebt - in der Selecao gesetzt: Philippe Coutinho (oben)


Aktuell bereitet sich Coutinho mit der Selecao auf die Copa America vor (beginnt am 14. Juni). In den Testspielen gegen Katar (2:0) und Honduras (7:0) versprühte er wieder ein wenig den Glanz vergangener (Reds-)Tage. "In den beiden Länderspielen, die wir gespielt haben, war er der beste Spieler auf dem Platz. Er ist jetzt wieder viel glücklicher und spielt mit einem Lächeln", lobte PSG-Verteidiger Thiago Silva seinen Kollegen.


Coutinho-Verkauf für neue Stars?


Die Wechselgerüchte wischen solche Aussagen aber nicht beiseite. Barça sei bereit den 48-fachen Nationalspieler ziehen zu lassen - bei einem entsprechenden Angebot, heißt es aus Spanien. Vor allem auch, weil man in Barcelona das Geld gut gebrauchen könnte - etwa für Antoine Griezmann, der dank Ausstiegsklausel 120 Millionen Euro kosten würde. Coutinhos Vertrag läuft derweil noch bis 2023. Eine dreistellige Millionensumme will Barça dem Vernehmen nach einstreichen. Bleibt abzuwarten, ob und welcher Klub dazu bereit wäre, eine solch stolze Summe auf den Tisch zu legen.