Für Timo Werner schien die Sonne sportlich gesehen schon einmal heller. In der Nationalmannschaft ist er derzeit nur zweite Wahl. Ein Schicksal, dass ihm auch auf dem Wunschzettel des FC Bayern ereilt.


​Eigentlich schien der Wechsel von Timo Werner zum ​FC Bayern doch schon beschlossene Sache zu sein. Die Indizien und Vorraussetzungen sprachen jedenfalls allesamt dafür. In Leipzig geht der Nationalstürmer ins letzte Vertragsjahr, ​RB will ihn aber nicht ablösefrei ziehen lassen. Der 23-Jährige selbst flirtete schon im Frühjahr unumwunden mit dem Rekordmeister - und beim FC Bayern will man einen Umbruch einleiten.


Da kommt ein junger, deutscher Nationalspieler doch gerade recht, oder? Richtig! Doch der Nationalspieler, der ganz oben auf der FCB-Wunschliste steht, heißt im Sommer 2019 nicht mehr Timo Werner sondern Leroy Sané. In München will man den ​ManCity-Star zum neuen Aushängeschild machen - und dürfte dabei bereit sein, ganz tief in die Tasche zu greifen. Bei Werner dagegen ist seit Wochen Zurückhaltung angesagt. In München weiß man auch, dass man ihn im kommenden Sommer ablösefrei bekommen könnte - ein immer attraktiverer Gedanke, wenn man einem Bild-Bericht glaubt.


Die Kohle für die Transferoffensive im Angriff soll nämlich für Sané gepachtet sein. Nur wenn man den Wunschspieler nicht bekommen sollte, wäre ein Werner-Deal mit einer Ablöse von kolportierten 40 Millionen Euro denkbar. Kommt Sané, will Bayern Werner ablösefrei holen - mit einem Jahr Verspätung.

Ein Vertrauensbeweis ist das für Werner nicht. Ob der junge Angreifer noch einmal über seinen nächsten Schritt nachdenkt und auch andere Optionen in Betracht zieht, steht derzeit in den Sternen. Fest steht aber, nach dem schwachen Pokalfinale und Bank-Frust in Weißrussland soll Werner auch gegen Estland draußen sitzen. Die Bild will von einem Gespräch von Co-Trainer und Löw-Vertreter Marcus Sorg erfahren haben, in dem er dies Werner mitteilte.


Komplizierte Zeiten für den 23-Jährigen - und womöglich ein langer Sommer voller Ungewissheiten.