​Verwirrung um​ Gotoku Sakai (28). Der Rechtsverteidiger des ​Hamburger SV steht nach eigenen Angaben ​vor einem Wechsel nach Japan. Das jedenfalls berichtet die japanische Zeitung Sponichi Anex. Dabei jedoch beruft sie sich auf ein Interview, das der Japaner bereits vor zwei Monaten der Hamburger Morgenpost gegeben hat. Ohne weder die Quelle noch den Zeitpunkt der Aussage zu nennen. 


Von der reinen Logik her würde ein Wechsel und gleichzeitige Rückkehr nach Japan (Sakai verließ das Land seines Vaters 2011 in Richtung Stuttgart) durchaus Sinn machen. 

Auch wenn die Begleitumstände zuletzt alles andere als schön waren. Beim bedeutungslosen letzten Saisonspiel der Rothosen gegen den MSV Duisburg war eigentlich eine gute Stimmung im Stadion. Die Fans schienen ihren Frieden mit der Mannschaft gemacht zu haben und blickten stoisch einer weiteren Saison im Unterhaus entgegen. 


Doch sowohl Pierre-Michel Lasogga als auch Gotoku Sakai bekamen den vollen Zorn einiger unbelehrbarer "Fans" zu spüren: Pfiffe bei jedem ihrer Ballkontakte waren das häßliche Signum dieses ansonsten schiedlich-friedlichen Sonntagnachmittags. Selbst Fiete Arp wurde mit Sprechchören (und Tränen) verabschiedet. 


In den Tagen unmittelbar nach diesem Kehraus dachte dann Sakai des öfteren über eine mögliche Zukunft für sich und seine Familie in Japan nach. Jedoch hat er bis heute keine eindeutige Stellung dazu bezogen. 


Der ​HSV wiederum, in der Person um Sportvorstand Jonas Boldt, hält dem Japaner weiterhin die Tür geöffnet. Wie allen übrigen "Wackelkandidaten" im Klub auch. 


Sakais Vertrag läuft im Sommer nächsten Jahres aus. Ein vorzeitiger Abschied aus Hamburg erscheint aktuell als die wahrscheinlichste Variante.