​Nach nur einem Jahr Abstinenz, ist dem ​1. FC Köln mit dem Gewinn der Zweitligameisterschaft der direkte Wiederaufstieg in die Bundesliga gelungen. Um dauerhaft im deutschen Oberhaus bestehen zu können, soll ​der Kader jedoch verstärkt werden. Eine Verpflichtung des zuletzt gehandelten Mittelfeldspielers Tomas Soucek soll dabei mittlerweile aber kein Thema mehr sein. Vielmehr wollen die Kölner in der Zukunft in der Zentrale weiterhin auf ihren Routinier ​Marco Höger setzen.


Der 29-Jährige war im Sommer 2016 vom FC Schalke 04 in die Domstadt gewechselt und kam gleich in seiner Debütsaison für die Geißböcke auf 30 Ligaeinsätze. Auch in den vergangenen beiden Spielzeiten spielte der defensive Mittelfeldspieler zumeist eine tragende Rolle. Umso mehr verdutzte Gesichter löste daher unlängst das Gerücht aus, wonach der Sechser in den Kaderüberlegungen ​des neuen FC-Coaches Achim Beierlorzer nicht auftauche und sich der gebürtige Kölner stattdessen nach einem neuen Vereins umschauen müsse.

Marco Hoeger

Marco Höger soll auch in Zukunft seine Erfahrung einbringen


Für ein kollektives Aufatmen der Kölner Anhänger dürfte daher nun ein Bericht des kicker sorgen, in dem darüber zu lesen ist, dass Höger bei den Geißböcken doch keineswegs auf dem Abstellgleis gelandet ist. Tatsächlich genieße der robuste Mittelfeldakteur bei seinem Arbeitgeber noch immer ein hohes Ansehen und werde nicht nur für seine Verdienste auf dem Rasen, sondern auch für seine Leaderqualitäten in der Kabine sehr geschätzt.


Wirf man einen Blick auf die zuletzt erspielten Statistiken des Rechtsfußes, wird diese positive Einschätzung ohnehin mit einem überzeugenden Zahlenwerk untermauert. So wusste der Mittelfeldantreiber unter anderem durch seine große Passsicherheit von 86 Prozent und seine zuverlässige Zweikampfbilanz von rund 60 Prozent gewonnener direkter Duelle zu überzeugen. Die Frage beim Effzeh lautet daher nicht, ob Höger auch in Zukunft auf der Doppelsechs auflaufen wird, sondern vielmehr wer ihm dabei zur Seite gestellt wird.

FBL-EURO-2020-QUALIFIER-ENG-CZE

Tomas Soucek ist für die Kölner derzeit eine Nummer zu groß


Zuletzt machte in diesem Zusammenhang der Name Tomas Soucek die Runde. Der 24-jährige Sechser steht derzeit beim tschechischen Klub Slavia Prag unter Vertrag und soll durch seine starken Leistungen das Interesse von mehreren Vereinen aus dem Ausland geweckt haben. Gegenüber dem Express bestätigte Kölns Leiter des Lizenbereichs Frank Aehlig mittlerweile bereits, dass man sich beim Aufsteiger mit dem zweikampfstarken tschechischen Nationalspieler beschäftigt habe.


Doch obwohl der defensive Mittelfeldspieler dabei der genauen Analyse der Kölner standhalten konnte und von dem 51-jährigen Funktionär als ein "interessanter Spieler" bezeichnet wurde, nahmen die Geißböcke Abstand von einer Verpflichtung. Der casus knacksus war dabei die stolze Ablöseforderung des tschechischen Spitzenklubs gewesen, die dem Vernehmen nach auf eine Summe zwischen acht und zehn Millionen Euro taxiert wurde. Laut Aehlig wäre ein Vorstoß daher für den Aufsteiger in der jetzigen Situation aus finanziellen Gesichtspunkten "nicht darstellbar" gewesen.