Julian Brandt war nach seinem Wechsel zum ​BVB in den vergangenen Wochen ein zentrales Thema in den Medien. Nun äußerte sich der der 23-Jährige gegenüber der WAZ erstmals in einem Interview. Brandt redet über die Nationalmannschaft, blickt auf seine Anfänge zurück und erklärt seinen Wechsel nach Dortmund.


Zur Nationalmannschaft:

Brandt erkennt eine positive Entwicklung in der Nationalmannschaft. Laut ihm sei die Verantwortungsübernahme im Team vorbildhaft. Dennoch nimmt er sich selbst in die Pflicht, indem er sich eine wichtige Rolle zuspricht: "Man muss jetzt selbst ein Spieler sein, an dem sich andere orientieren."


Dass dieser Schritt schwer sein kann, weiß er. Mit inzwischen 25 Spielen in der Nationalmannschaft wächst Brandt langsam aus der Rolle des Neulings heraus und möchte bzw. muss nun eine neue Rolle annehmen. Vom Typ her sehe er sich hier nah bei Mesut Özil, der auf dem Platz selbst nie laut war, sondern das Spiel eher durch den Ball am Fuß leitete. Insgesamt sieht Brandt die Mannschaft auf einem guten Weg, er räumt jedoch ein, dass bis zur EM 2020 noch viele Mechanismen eingeübt werden müssen.


Zu seiner Jugend:

Seine Jugend charakterisiert der inzwischen 23-Jährige als "problemlos". Bisher habe er alle Entscheidungen, vor allem im Bezug auf den Fußball, richtig getroffen. Wolfsburg sei als Start in die Fußballerkarriere perfekt gewesen, auch der Schritt nach Leverkusen war der richtige. 


Wichtig für seine Entscheidungen, so Brandt, sei sein gutes Bauchgefühl gewesen: "Ich mache das, worauf ich Bock habe. Das hilft mir." Insbesondere hebt Brandt die Rolle seiner Mutter hervor. Sie habe ihn immer homöopathisch und osteopathisch behandelt, was ihn bisher vor schweren Verletzungen verschont habe. Allgemein ist für Brandt die Familie sehr wichtig. Unter anderem nimmt sein Vater die Rolle des Beraters ein.


Zu seinem Wechsel nach Borussia Dortmund:

Der Schritt von Leverkusen nach Dortmund fiel Brandt laut des Interviews nicht leicht. Doch der Wechsel sei wichtig für ihn gewesen, denn "ich hatte das Gefühl, dass ich jetzt Bock auf was Neues habe". Die neue Herausforderung reize den 165-maligen Bundesligaspieler. 


Den Wechsel, gerade zum BVB, erklärt Brandt durch die höhere Qualität in Dortmund und der Größe des Klubs. Der Druck, der etwa medial auf dem Verein lastet, sei um ein Vielfaches höher als in Leverkusen. Das habe ihn am BVB gereizt: "Dass es in Dortmund anders ist, kann mich prägen. Persönlich, aber auch spielerisch." 


Vor einer ambitionierten Zielsetzung bei Dortmund schreckt der 23-Jährige jedoch erstmal zurück. Dies sei noch nicht angemessen, er wolle erstmal ankommen. Dass die Ambitionen beim BVB hoch seien, erkenne man jedoch an Spielern wie Marco Reus. Mit ihm verstehe sich Brandt sehr gut. Laut Brandt sei Reus ein Faktor gewesen, warum er sich für den BVB entschieden habe.