​Nach der enttäuschenden ​Zweitliga-Saison und dem verpassten Aufstieg stehen beim ​Hamburger SV mehrere Veränderungen an. Einen Abgang könnte es bald auch von Gotoku Sakai geben, nach vier Jahren würde er demnach die Norddeutschen verlassen. Wie er dabei selbst berichtet, könnte es ihn zurück in seine Heimat ziehen.


Über vier Jahre stand Sakai beim HSV unter Vertrag, ein Weiteres wird wahrscheinlich nicht mehr hinzu kommen. Nach einer für ihn persönlich schweren Saison, in der er mit den Hamburgern den Aufstieg verpasste, könnte es ihn nun zurück nach Japan ziehen. Mit dem 28-Jährigen würde damit der nächste Abgang feststehen.


Nach 31 Ligaspielen gehörte Sakai bei Hamburg immer noch zu den Leistungsträgern. Dem Rechtsverteidiger gelang dabei bei Weitem nicht alles, immer wieder stand der ehemalige Kapitän in der Kritik. In der japanischen Zeitung Sponichi Annex kündigte Sakai nun allerdings seinen Wechselwunsch an: "Für mich steht schon länger fest, dass es mich wieder nach Japan zieht", so der 28-Jährige.

Gotoku Sakai

Sakai stand wegen durchwachsenen Leistungen immer wieder in der Kritik



Bei den Norddeutschen absolvierte Sakai immerhin 124 Pflichtspiele, doch nach vielen Jahren in Deutschland - unter anderem auch beim ​VfB Stuttgart - scheinen sich seine Ziele nun verändert zu haben. "Für mich ist es nicht mehr so wichtig, wo ich spiele und wie viel Geld ich verdiene, sondern es hat große Priorität, so nah wie möglich bei meiner Familie zu sein."


Der deutsch-Japaner scheint nach seiner durchaus immer wieder erfolgreichen Karriere nun so langsam dem Karriereende entgegenzublicken, auch wenn er in seiner Heimat immer noch auf hohem Niveau spielen will. In der japanischen J1 League könnte es deswegen zu einem Aufeinandertreffen von ihm mit dem ehemaligen Nationalspieler Lukas Podolski kommen, der bei Vissel Kobe unter Vertrag steht.


Doch auch andere Stars lassen ihre Karriere in Kobe ausklingen, so zum Beispiel Andrés Iniesta oder David Villa. Doch auch auf einen ehemaligen HSV-Trainer könnte Sakai dort treffen, mit Thorsten Fink sitzt bei Vissel der von 2011 bis 2013 in Hamburg tätige Übungsleiter auf der Bank. Doch nicht nur Kobe kommt für Sakai natürlich in Frage. Fest steht aber, dass in diesem Sommer ein gewaltiger Umbruch beim HSV ansteht, Gotoku Sakai spielt dabei fast nur eine Nebenrolle.