​Es besteht kein Zweifel daran, dass die Wahl der Überraschungsmannschaft der abgelaufenen Saison nur auf ​Fortuna Düsseldorf fallen kann. Als klarer Abstiegskandidat in die Bundesliga gestartet, lief man schlussendlich als Tabellenzehnter ein und konnte sogar einige spielerische Akzente setzen. Mit ​Benito Raman drohen die Rheinländer nun jedoch ein Gesicht des Erfolges an den ​FC Schalke 04 zu verlieren.


Dass der 24-jährige Linksaußen sich für höhere Aufgaben berufen fühlt und einem Abgang aus Düsseldorf sehr offen gegenüber steht, ist bereits seit Wochen längst kein Geheimnis mehr. Dabei spielt es in der heutigen Zeit auch in dieser Personalie scheinbar kaum eine Rolle, dass der junge Belgier eigentlich noch bis zum Sommer 2022 vertraglich an die Fortuna gebunden ist und dem Aufsteiger und deren ​Trainerfuchs Friedhelm Funkel zudem eine Menge zu verdanken hat.

Benito Raman

Mit 16 Torebeteiligungen war Raman einer der wichtigsten Offensivspieler der Fortuna



Als Raman nämlich einst im Sommer 2017 zunächst vom belgischen Klub Standard Lüttich ausgeliehen wurde, galt er zwar bereits als großes Talent, dass er den Durchbruch in Deutschland aber auch wirklich packte und die Düsseldorfer sich im März 2018 dazu veranlasst sahen die Kaufoption in Höhe von nicht einmal einer Millionen Euro zu ziehen, liegt auch an dem sehr intakten Umfeld in der Rheinmetropole.


Das Verhältnis zwischen Spieler und Verein wurde zuletzt jedoch durch eine verbale Entgleisung des Offensivspieler ins Schieflage gebracht, als der wechselwillige Profi einem Mitarbeiter der Düsseldorfer im Rahmen von Transfergesprächen laut Express-Informationen die wenig schmeichelhaften Worte "Fuck off" an den Kopf geworfen haben soll. Am vergangenen Samstag hatte er dann versöhnlicher Worte angeschlagen und zu Protokoll gegeben, dass er ​es nur fair fände, wenn die Düsseldorfer seinen Wechselabsichten zustimmen würden, schließlich habe er bis zuletzt "alles für die Fortuna gegeben" und wolle nun lediglich bei einem anderen Verein "den nächsten Schritt" machen.

Friedhelm Funkel

Muss Funkel nach einem neuen Flügelflitzer Ausschau halten?



Als möglicher Abnehmer wurden dabei zuletzt unter anderem Borussia Mönchengladbach und Bayer 04 Leverkusen gehandelt. Laut dem Express soll mit dem FC Schalke 04 aber ein weiterer Ligakonkurrent das Rennen machen. Dem Bericht zufolge soll ein schriftliches Angebot der Königsblauen zwischen sieben und zehn Millionen Euro die Verantwortlichen der Düsseldorfer mittlerweile überzeugt haben.


Somit dürften die Fortuna-Bosse schlussendlich eingesehen haben, dass es keinen Sinn macht, einen Spieler auf Gedeih und Verderb zu halten, obwohl es ihn zu einem anderen Klub zieht. Vor allem wenn man bedenkt, dass die Funkel-Elf in den vergangenen Monaten durch eine exzellente mannschaftliche Geschlossenheit zu überzeugen wusste. Rein sportlich dürfte der Abgang von Raman jedoch zweifelsohne eine erhebliche Lücke reißen.