Der ​SV Werder Bremen steht nach einer guten Saison vor verschiedenen Veränderungen im Kader. Aufgrund eines geringen Transferbudget sucht Werder deswegen vor allem Leihspieler, um sich zu verstärken. ​Ein Kandidat dafür ist seit Wochen der Serbe Marko Grujic, doch auch ein Spieler für die rechte Verteidigungsposition steht auf der Bremer Liste.


Nach einem Jahr bei ​Hertha BSC hat sich Marko Grujic einen Namen gemacht, als vielversprechendes Talent im defensiven Mittelfeld hat er für die kommende Saison viele Interessenten für sich gewonnen. Dabei ist auch der SVW schon seit Wochen im Rennen, doch ein einfaches Unterfangen würde eine Verpflichtung von Grujic nicht werden. Am Ende wird es im Rennen um den Serben vor allem um die ihm gebotene sportliche Perspektive gehen.


Der 23-Jährige steht eigentlich beim ​FC Liverpool unter Vertrag und wurde nur für ein Jahr in die ​Bundesliga ausgeliehen. Nun kehrt er also zu seinem Stammverein unter der Leitung von Jürgen Klopp zurück, doch die Pläne für die nächste Saison sind ziemlich konkret. Da Grujic in Liverpool kaum Chancen auf Einsätze bekommen würde, ist eine weitere Leihe angedacht, womöglich erneut nach Deutschland.


Doch im Werben um den Abräumer steigt nach der türkischen Zeitung Takvim auch der diesjährige Süper-Lig-Meister Galatasaray Istanbul ein. Der Vorteil des Meisters ist, dass man mit Einsatzzeiten in der Champions League locken kann, die "Grün-Weißen" verpassten dagegen den Sprung ins internationale Geschäft. Es stellt sich nur die Frage, wie sich Grujic im doch dichteren Kader der Istanbuler behaupten würde.


Klopp sieht Grujic bei Werder gut aufgehoben


Wie man die Zukunft des 23-Jährigen weiter angeht, wird in den kommenden Tagen entschieden. Nach dem gewonnen Champions-League-Finale steht auch der LFC vor einigen Abgängen und Umstrukturierungen. Allerdings möchte man Grujic gerne nur kurzfristig abgeben, mit einer Leihe soll sein Potential weiter ausgeschöpft werden. Auch wäre die geforderte Summe von 18 Millionen Euro für keinen momentanen Kandidaten zu stemmen.

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Jürgen Klopp schwärmte bereits von Werders Spielweise



Auch eine Rückkehr zur ​Hertha scheint keine wirkliche Option zu sein. Denn Werder ist aus mehreren Gründen der logischere Verein in der Bundesliga. Laut meinwerder.de streben die Norddeutschen zum einen ein Leihgeschäft über zwei Jahre an, zum anderen ist das sportliche Potential der Werderaner noch deutlich höher anzusetzen als das der Berliner. Doch auch wenn es nach Trainer Jürgen Klopp geht, würde Grujic besser zu Werder passen.


Wie die Deichstube berichtet, haben Werder-Trainer Florian Kohfeldt und Klopp einen sehr guten Draht und stehen in regelmäßigen Austausch. Dabei schwärmt der Trainer der Reds immer wieder von der Spielweise der Bremer und ist der Meinung, dass die Qualitäten von Grujic beim SVW noch mehr zu Geltung kommen könnten. Das würde die Entwicklung des Serben natürlich enorm vorantreiben. Die nächsten Tage bleiben also weiter spannend, doch Werder hat Verstärkung dringend nötig.


Auch Eli Dasa steht auf dem Zettel


Nicht nur im Mittelfeld sucht Werder nach wie vor nach einem weiteren Akteur, auch auf der rechten Verteidigungsposition wird weiter der Transfermarkt sondiert. ​Dabei schien Álvaro Tejero lange Zeit ein ernster Kandidat zu sein, doch der unerwartet große Erfolg seines Teams Albacete, könnte letztendlich doch zu einem Verbleib führen. Deswegen haben die "Grün-Weißen" noch einen weiteren Kandidaten ins Auge gefasst.


Eli Dasa spielt zurzeit beim israelischen Spitzenklub Maccabi Tel Aviv. Zuletzt soll Werder wegen ihm bereits Scouts zum Trainingslager der Mannschaft nach Grassau geschickt haben, das berichtet das israelische Portal Sport1. In dieser Saison lief der gebürtige Israeli bereits in 34 Pflichtspielen auf, mit 26 Jahren ist er zudem schon recht weit entwickelt. Mit dem Interesse der Bremer kommt nun ein Transfer in Frage.

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Dasa konnte sich auch schon in der Nationalmannschaft beweisen



Denn die Norddeutschen müssen sich auf der rechten Außenbahn weiter verstärken. Stammspieler Theodor Gebre Selassie hat sich seinen Platz im Kader gesichert, doch mit seinen 32 Jahren ist ein hochwertiger Ersatz für die nächste Saison ein Muss. Wie die Deichstube berichtet, kommt da vor allem eben Dasa in Frage. Ein Felix Beijmo spielt in den Planungen kaum noch eine Rolle.


Doch eine Verpflichtung des Isreali wäre auch etwas knifflig, immerhin ist der Sprung für den 26-Jährigen schon groß und seine sportliche Perspektive könnte in Tel Aviv noch attraktiver sein. Doch Bremen hat einen Trumpf in der Hand, denn der Trainer von Maccabi ist ein alter Bekannter. Andreas Herzog, ehemaliger Werder-Spieler und Vereins-Legende, trainiert nämlich den israelischen Verein und könnte bei Dasa das letzte Wort sprechen.


Zudem wäre der 26-Jährige ablösefrei zu haben, der Kontakt zu Herzog könnte am Ende der Schlüssel sein: "Ich stehe regelmäßig mit Andi Herzog in Kontakt. Auch jetzt in seiner Funktion als israelischer Nationaltrainer tauschen wir uns aus. Wir haben dabei auch mal über Eli Dasa gesprochen“, so Frank Baumann in der Bild. Bei Bremen steht also ein spannender Sommer an, indem man noch viel Geduld beweisen muss.