Der ​Transfer von Luka Jovic zu Real Madrid bedeutet für ​Eintracht Frankfurt nicht nur den ersten Geldregen in diesem Sommer, sondern auch einen erheblichen sportlichen Verlust. Wie Trainer Adi Hütter weiß, ist der Serbe nicht "eins-zu-eins" zu ersetzen, weshalb die Verantwortlichen womöglich an einer kreativen Lösung arbeiten werden.


27 Tore in 48 Spielen sprechen eine deutliche Sprache. In seiner ersten kompletten Saison als Stammspieler machte Luka Jovic noch einmal einen Sprung nach vorne, der Wechsel zu einem europäischen Topklub war für Eintracht Frankfurt nicht zu verhindern. Der Abgang des Torjägers schmerzt, wird unter Umständen aber nicht der einzige sein, wenn man den Berichterstattungen über einen Transfer von ​Ante Rebic Glauben schenken mag.


"Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge", sagte Hütter angesprochen auf den Jovic-Transfer gegenüber BILD. Unter Vorgänger Niko Kovac machte er seine ersten Schritte Richtung Weltklasse, Hütter war es jedoch, der ihm im 3-4-1-2 System den entscheidenden Feinschliff gab. "Ich denke, dass wir gemeinsam einen sehr guten Job gemacht haben", resümiert Hütter - doch neben dem "Quantensprung" für die Eintracht bedeute dies eben auch, "dass du solch einen Spieler nicht halten kannst" - und Jovic daher ersetzt werden muss.

Luka Jovic

Letztlich eine Nummer zu groß: Luka Jovic



Wie dessen Verlust kompensiert werden soll, ist noch offen, doch der Trainer weiß um die gestiegene Attraktivität der Hessen: "Durch die Art und Weise, wie wir spielen, sind wir für viele gute Spieler auch interessant geworden. Ich sage auch immer: Das Tor ist auf der ganzen Welt gleich groß. Wenn du gut bist und kaltschnäuzig, triffst du überall. Wir müssen versuchen, Luka auf eine andere Art zu ersetzen, vielleicht noch unausrechenbarer werden."


Ein "eins-zu-eins" Ersatz sei aber nicht möglich, dafür besitze Jovic zu großes Potenzial. "Er hat ein außergewöhnliches Talent. Er ist geschnitzt für Weltklasse! Er ist stark mit beiden Füßen, hat einen exzellenten Kopfball", schwärmt Hütter, der aber auch weiß, welche Behandlung ein Spieler wie Jovic benötigt: "Er muss sich auch wohl fühlen, um seine ganze Klasse zu zeigen. Deshalb ist es wichtig, dass sie ihn bei Real gut aufnehmen. Aber davon gehe ich aus."

Red Star Belgrade v Paris Saint-Germain - UEFA Champions League Group C

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Möglicherweise haben die Verantwortlichen mit Dejan Joveljic bereits eine Alternative im Blick. Laut Sport1 verlangt Roter Stern Belgrad eine Ablösesumme in Höhe von zehn Millionen Euro für den 19-Jährigen, der in dieser Saison 11 Tore in 22 Pflichtspielen erzielte. Auch der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg und Mainz 05 sollen den Serben beobachten.