​Aktuell ist ein ​möglicher Wechsel von Leroy Sane zum FC Bayern München auch im Kreise der deutschten Nationalspieler das vorherrschende Thema. Dabei kursieren aber nicht nur um den Lockenkopf von Manchester City hartnäckige Gerüchte. Auch Julian Draxler, seines Zeichens bei Paris Saint-Germain unter Vertrag, wird mit mehreren Klubs in Verbindung gebracht. Eine Fährte führt dabei angeblich zu ​Bayer 04 Leverkusen.


Obwohl der 25-jährige Nationalspieler in der abgelaufenen Saison für den französischen Serienmeister auf stolze 46 Pflichtspieleinsätze kam und dabei zumeist auch in der Startelf von Trainer Thomas Tuchel stand, ist der ehemalige Schalker in Frankreich alles andere als unumstritten. Nur wenige trauen dem Lieblingsschüler von Bundestrainer Joachim Löw zu, bei einem erneuten Angriff auf den Titel in der Champions League eine tragende Rolle einnehmen zu können.

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In der abgelaufenen Saison war Draxler an 17 PSG-Treffern direkt beteiligt



Um diesen Traum von dem Gewinn der Königsklasse endlich wahr werden zu lassen, hoffen die Pariser in diesem Sommer auf weitere prominente Verstärkungen. Da über dem Klub an der Seine aber bereits seit geraumer Zeit das Damoklesschwert namens Financial Fairplay schwebt, wird es unabdingbar sein, im Gegenzug auch den ein oder anderen Star von der Gehaltsliste zu streichen. Trotz noch bis zum Sommer 2021 datiertem Arbeitspapier, könnte es schlussendlich daher bereits in dieser Transferperiode durchaus ​auf eine Trennung von dem offensiven Mittelfeldspieler hinauslaufen.


Dieser Umstand lässt selbstverständlich die Kaderplaner der anderen europäischen Spitzenklubs aufhorchen. Die L'Equipe berichtete dabei unlängst von einem angeblichen Interesse des FC Bayern München. Zwar legten die Münchner seit jeher Wert auf viele deutsche Nationalspieler in ihren Reihen und wären finanziell wohl mit Sicherheit in der Lage einen Draxler-Deal zu stemmen, da der Hauptfokus des deutschen Rekordmeister aktuell aber auf Leroy Sane liegt, erscheint ein ernsthaftes Bemühen um den PSG-Profi - Stand jetzt - eher unwahrscheinlich.


Dem Bericht zufolge soll aber auch Bayer 04 Leverkusen die Fährte in Richtung Paris aufgenommen haben. Die Werkself muss ab dem kommenden Sommer ohne den ​Richtung Borussia Dortmund abgewanderten Julian Brandt auskommen und würde von der Spielanlage her gut zu den Qualitäten des gebürtigen Gladbeckers passen. Darüber hinaus müssen sich die Bayer-Bosse über kurz oder lang nach einem Nachfolger für ​Kai Havertz umschauen, der wohl spätestens nach der kommenden Spielzeit nicht mehr zu halten sein wird.

Julian Brandt

Julian Brandt hinterließ bei Bayer eine Lücke



Mit den Brandt-Millionen im Gepäck, wären wohl auch die Leverkusener aktuell in der Lage, eine Verpflichtung von Draxler zu stemmen. Da der Rechtsfuß von seinem aktuellen Klub jedoch ein stattliches Jahressalär gewöhnt ist und auch in Zukunft nicht unbedingt kleinere Brötchen backen will, würde er das Gehaltsgefüge der Werkself doch empfindlich stören. Ein Transfer in Richtung Leverkusen erscheint daher aktuell ebenfalls unwahrscheinlich. 


Kommen wir abschließend also zu einem dritten vermeintlichen Interessenten aus der Bundesliga. Wenn man Paris United Glauben schenken kann, soll neben dem englischen Spitzenklub Tottenham Hotspur nämlich auch Draxlers Ex-Klub FC Schalke 04 über eine Rückholaktion des Offensivspielers nachdenken. 


Angeblich sollen die Knappen unter der Leitung des neuen Sportvorstands Jochen Schneider dabei sogar bereits Kontakt zum Spielerberater Roger Wittmann aufgenommen haben. Ob die Königsblauen ohne Europapokalteilnahme in der kommenden Spielzeit aber tatsächlich aussichtsreiche Chancen hätten, darf stark bezweifelt werden. Ohnehin ist aus dem Umfeld der Schalker laut dem Sporzbuzzer zu hören, dass es sich bei diesem Gerücht um eine "reine Erfindung" handelt.