​Für Christian Gentner war 2018/2019 wohl die enttäuschendste Saison seiner Karriere. Der Kapitän des VfB Stuttgart stieg am Ende nicht nur mit seinem Jugendklub in die Zweite Liga ab, Gentner fand sich zwischenzeitlich auch auf der Bank wieder. Nun läuft sein Vertrag aus - eine Zukunft bei den Schwaben wird er nicht mehr zu haben.


Wie der VfB bestätigt, hat ihm Sportvorstand Thomas Hitzlsperger in einem Gespräch am Donnerstag mitgeteilt, dass Gentner kein neues Vertragsangebot erhalten wird. Damit ist das Aus des 33-Jährigen gewiss - schon länger soll intern klar gewesen sein, dass man mit dem Mittelfeld-Routinier nicht ins ​Unterhaus gehen möchte.


Möglich scheint aber, dass Gentner zu einem späteren Zeitpunkt und in einer anderen Funktion zurückkehrt. Mit dem ​VfB ist er nun zum zweiten Mal in drei Jahren abgestiegen. Seine Karriere will er aber fortsetzen - am liebsten in der Bundesliga, das Ausland soll kein großes Thema sein.

Sportvorstand Thomas Hitzlsperger: "Christian ist ein VfBler durch und durch. Er hat hier die Nachwuchsausbildung durchlaufen und ist zu einer der prägenden Figuren der vergangenen Jahre geworden. 'Gente' ist nicht nur ein hervorragender Spieler, er hat sich darüber hinaus immer total mit dem VfB identifiziert und den Verein vorbildlich repräsentiert. Damit hat er sich große Verdienste um den VfB erworben und unsere Wertschätzung für ihn ist entsprechend hoch. Wir können uns sehr gut vorstellen, ihn nach seiner aktiven Karriere in die Arbeit beim VfB einzubinden und haben ihm in diesem Zusammenhang verschieden Möglichkeiten aufgezeigt. Christian weiß, dass er jederzeit herzlich willkommen ist beim VfB. Und natürlich werden wir ihn im Rahmen eines Heimspiels in der Mercedes-Benz Arena würdig verabschieden."



Der fünffache Nationalspieler lief insgesamt in 373 Pflichtspielen für den VfB auf und erzielte dabei 50 Tore und lieferte 45 Vorlagen. Der Höhepunkt seiner VfB-Zeit war der Gewinn der Deutschen Meisterschaft 2007. Von solchen Höhenflügen können der VfB und Gentner zwölf Jahre später nur träumen.