​Der ​VfB Stuttgart muss auf eine echte Horror-Saison zurückblicken, die in einem Scheitern in der Relegation ihren folgerichtigen Tiefpunkt fand. Verantwortlich für die sportliche Misere sind dabei allen voran die Spieler, die fast unisono weit unter ihren Möglichkeiten blieben. Wenig überraschend wurden daher die Marktwerte der Absteiger im jüngsten Update von transfermarkt.de teilweise drastisch nach unten korrigiert.


Einer, von dem man sich in dieser Spielzeit mit Sicherheit weitaus mehr erhofft hatte und nach der starken Weltmeisterschaft für den Titelgewinner Frankreich auch erwarten durfte, war Innenverteidiger Benjamin Pavard. Doch anstatt unter Beweis zu stellen, dass er die Reife mitbringt, ab der kommenden Saison beim ​FC Bayern München aufzulaufen, ging der Youngster phasenweise komplett unter und ließ die von ihm sonst so eindrucksvoll demonstrierte Selbstverständlichkeit komplett vermissen. Als Quittung wurde sein Marktwert nun von ehemals 35 auf nun 30 Millionen Euro herabgestuft.

Benjamin Pavard

Benjamin Pavard war häufig nur ein Schatten seiner selbst



Die größte Herabstufung muss aber Abwehrspieler Timo Baumgartl verkraften, dessen Bewertung um satte 40 Prozent auf nunmehr neun Millionen Euro korrigiert wurde. Dabei muss man dem U21-Nationalspieler aber zu Gute halten, dass er lange aufgrund einer folgenschweren Gehirnerschütterung ausgefallen war. Weitere große Verlierer sind Santiago Ascacibar (- 4 Mio. Euro) und ​Leihspieler Steven Zuber (- 3 Mio. Euro).


Fast schon glimpflich davon gekommen ist hingegen der komplett enttäuschende Sommer-Neuzugang Nicolas Gonzalez, dessen Bewertung lediglich um 18,8 Prozent auf immer noch stolze 6,5 Millionen Euro angepasst wurde. Die Herabstufungen der Routiniers Mario Gomez (- 2 Mio. Euro), Gonzalo Castro (-1,5 Mio. Euro), Holger Badstuber (- 1 Mio. Euro), ​Christian Gentner (- 0,5 Mio. Euro), und Denis Aogo (- 0,5 Mio. Euro) sind nicht nur auf deren mitunter desaströsen Darbietungen zurückzuführen, sondern hängen auch mit deren fortschreitendem Alter zusammen.

Ozan Kabak

Ozan Kabak war der einzige echte Lichtblick der Schwaben



Während mit Pablo Maffeo ein weiterer Sommer-Neuzugang eine Abstufung seines Marktwertes von ehemals sieben Millionen auf nun 4,5 Millionen Euro verkraften muss, erwies sich mit ​​Marc-Oliver Kempf zumindest einer der im Vorfeld so angepriesenen Neuverpflichtungen als sinnvolle Verstärkung. Der ehemalige Freiburger zeigte zumindest immer vollen Einsatz und wurde nun mit einer Aufwertung von 20 Prozent auf sechs Millionen Euro belohnt.


Der einzige echte Gewinner der abgelaufenen Spielzeit ist aber zweifelsohne Ozan Kabak. Der türkische Innenverteidiger wurde im Winter von Galatasaray Istanbul verpflichtet und benötigte nur die Rückrunde, um unlängst bei einer offiziellen Umfrage der Bundesliga als ​bester Rookie der Saison ausgezeichnet zu werden. Diese Wertschätzung schlägt sich auch auf dem Marktwert des Defensivspezialisten wieder, der einen satten Sprung von 50 Prozent auf 15 Millionen Euro macht. Im internen Marktwert-Ranking konnte der 19-Jährige dadurch Ascacibar vom zweiten Platz hinter Pavard verdrängen.