Gemeinhin geht ein Aufsteiger in die neue Saison gerne mit einem zusammengewachsenen Team, Abgänge gibt es eher selten. Beim ​1. FC Köln ist das in dieser Sommerpause anders. Dort will man sich von einer ganzen Reihe Spieler trennen. Der Kader ist schlicht zu groß. Insgesamt sollen mindestens sechs Akteure den Effzeh verlassen.


Der erste Kandidat für einen Vereinswechsel wäre Frederik Sörensen. Der 27-jährige Innenverteidiger, der 2015 von Juventus Turin nach Köln gewechselt war, kam in der vergangenen Saison gerade mal zu fünf Spielen im Unterhaus und da auch nur auf insgesamt 46 Minuten. Damit hat er zwar ein Spiel mehr, aber 300 Minuten weniger als Rechtsverteidiger Matthias Bader. Auch er soll den Klub schnellstmöglich verlassen, wohl aber eher auf Leihbasis, wie die Bild erklärt. Der 21-Jährige kam im vergangenen Sommer erst aus Karlsruhe an den Rhein.


Doch so wirklich scheint es alles noch nicht zu passen. Denn wie es im Bericht weiter heißt, soll der Kader zwar verschlankt werden, für Baders Position aber gibt es mit Kingsley Ehizibue schon einen Nachfolger und auch für Sörensen soll ein neuer Innenverteidiger geholt werden. So bekommt man die Anzahl der Spieler auch nur schwer reduziert.


Dagegen gibt es ein Überangebot an Spielern im Tor, auf der linken Abwehrseite und im zentralen Mittelfeld. Bereits jetzt hat der Effzeh mit Timo Horn, Thomas Kessler, Jan-Christoph Bartels und Brady Scott vier Schlussmänner im Kader stehen. Und mit Nachwuchskeeper Julian Krahl von ​RB Leipzig steht Nummer fünf schon in den Startlöchern. Das Boulevardblatt schreibt, dass zumindest Scott verliehen werden soll. Wer noch gehen müsste, steht in den Sternen.


Auf der linken Abwehrseite hoffte man, dass der FC Groningen Tim Handwerker nach der Leihe fest verpflichtet, die Niederländer aber sahen von dem Geschäft ab. So stünden in vier Wochen mit Jonas Hector, Jannes Horn, Noah Katterbach und eben Handwerker gleich vier Spieler für die gleiche Position im Kader. Daher soll es auch hier noch zu Abgängen kommen.


Und in der Zentrale sieht das Ganze noch prekärer aus. Mit Marco Höger, Salih Özcan, Vincent Koziello, Niklas Hauptmann und Nikolas Nartey gibt es fünf Spieler für die Mitte, davor befinden sich mit Louis Schaub und Dominick Drexler zwei weitere Akteure, die zwar offensiver einzusetzen sind, aber ebenfalls in der Zentrale ihre Hauptrolle haben. Auch hier soll und muss es noch zu Wechseln kommen. Es steht in den kommenden Wochen daher viel Arbeit für Sportchef Armin Veh und seinen Kaderplaner Frank Aehlig an.