​Mit ​Luka Jovic hat nicht nur ​Eintracht Frankfurt ihren treffsichersten Angreifer, sondern auch die gesamte Bundesliga einen ihrer spektakulärsten Spieler verloren. In einem Gespräch mit der BILD äußerte sich nun Sportvorstand Fredi Bobic über den spektakulären Transfer des 21-jährigen Serben, ​für den ​Real Madrid schlussendlich satte 60 Millionen Euro Ablöse nach Hessen entrichtet hat.


Nein, einfach fiel dem erfahrenen Manager die Entscheidung keineswegs. Vielmehr betonte der 47-Jährige in dem Gespräch mit dem Boulevardblatt, dass die Adler bis zuletzt ihren Spieler gerne behalten hätten. Schlussendlich habe man sich aber doch den Mechanismen des Fußballs beugen müssen. Dabei formulierte es der gewiefte Funktionär etwas positiver und sprach lieber davon, dass am Ende "die Vernunft und der Realitätssinn" die Oberhand gewonnen hatten.

FBL-EUR-C3-FRANKFURT-CHELSEA

Mit zehn Treffern in der Europa League rockte Jovic für die Eintracht auch international


Generell empfand Bobic es bereits ohnehin bemerkenswert, dass bei diesem Transfer die Rollen zwischen beiden Klubs vertauscht waren. Hatten die Frankfurter zuvor mit Leihgeschäften aus Madrid bereits gute Erfahrungen sammeln können, waren es nun die Spanier, die auf einen Spieler des Bundesligisten scharf waren.


Aufgrund der überragenden Saison des Eintracht-Stürmers sei die Offerte aber dennoch nicht wirklich überraschend gewesen. "Diese Entwicklung hat man in den letzten Monaten erahnen können. Durch seine vielen Tore in der Bundesliga, vor allem aber in der Europa League, hat sein Marktwert noch mal deutlich zugenommen", so der Manager. Dabei erinnerte der ehemalige Angreifer an die starken Auftritte seines Schützlings vor allem auch in den wichtigen Europapokalnächten gegen Lazio Rom, Inter Mailand und den FC Chelsea.


Seine internationale Klasse konnte Jovic dabei bereits eindrucksvoll unterstreichen und daher traut Bobic dem Youngster auch den Durchbruch unter Real-Coach Zinedine Zidane zu. Dabei rechnet zwar auch der ehemalige Nationalspieler damit, dass der Serbe bei seinem neuen Klub eine gewisse Anlaufphase benötigen wird, generell habe er aber zweifelsohne "super Anlagen" und werde daher auch für die Madrilenen "seine Tore machen".

Zinedine Zidane

Real-Coach Zidane ist dabei seinen Klub zu erneuern


Insgesamt bezeichnete er den Transfer aus Sicht von Jovic daher als eine "Riesen-Chance". In Madrid könne er schließlich im Trikot einer der Top-Vereine Europas auflaufen. Darüberhinaus könne er "dort die größten Titel gewinnen und sich über eine "ganz andere Gehaltsstufe" freuen.


Dass die Hessen selbst durch die immensen Einnahmen auf dem Transfermarkt in Zukunft es womöglich etwas schwerer haben dürften, echte Schnäppchen an Land zu ziehen, könne laut Bobic durchaus passieren. Im gleichen Atemzug versprach der Funktionär jedoch, dass man auf dem angehitzten Transfermarkt dennoch einen kühlen Kopf bewahren werde. So werde man auch in Zukunft ​nur vernünftige Dinge tun und keine Utopie-Summen für Spieler bezahlen."