​Max Kruse war nicht nur Leistungsträger und Kapitän beim ​SV Werder Bremen, sondern er verkörperte auch die besondere Mentalität des Nordklubs. Er entschied sich allerdings nach der Saison für einen Abschied, seine hohen Ansprüche will er bei einem anderen Verein erfüllen. ​Allerdings befindet sich der Angreifer noch auf der Suche, eine Rückkehr zum SVW ist dagegen ausgeschlossen, wie Frank Baumann nun bestätigte.


Werders Sportchef Frank Baumann kämpfte wochenlang um eine Vertragsverlängerung mit dem 31-jährigen Angreifer. Doch Kruse belohnte die Geduld der Verantwortlichen nicht und entschied sich dazu, den Vertrag auslaufen zu lassen. Für den SVW war dies eine enttäuschende Botschaft, immerhin war Kruse ein Fixpunkt des Teams. Nun muss die Offensive neu aufgestellt werden, der Ex-Werderaner wird dabei definitiv keine Rolle spielen.


Bremen würde Kruse nach seinem Abschied nicht erneut unter Vertrag nehmen, auch wenn der Stürmer keinen anderen Verein finden würde. "Die Entscheidung ist gefallen. Das würde ich ausschließen“, so Baumann in der Bild. Nach drei Jahren ist die Zeit an der Weser also endgültig vorbei, eine Neuanstellung nach diesem Sommer ist vom Tisch. Das bedeutet auch, dass sich der SVW im Angriff nun etwas einfallen lassen muss.


Umstellung der Spielweise als Schlüssel


Da man für den Star keine Ablöse einstreichen konnte, ist nur wenig Geld für Verstärkungen vorhanden. Doch auch ohne Verpflichtungen wird sich in der Werder-Offensive einiges ändern, das bestätigte Trainer Florian Kohfeldt nach dem Kruse-Abgang in der Bild. "Durch den Abgang von Max können wir uns künftig in der Offensive flexibler aufstellen. Er hatte eine herausragende Qualität, aber dadurch haben sich viele Dinge auf ihn konzentriert. Jetzt sind wir nicht mehr in dieser Abhängigkeit.“ Klar ist, dass man die Angriffs-Power von Kruse, der immerhin an 21 Toren beteiligt war, ersetzen muss. 

Milot Rashica

Auf Werders Angreifer wartet eine neue Rolle


Den Schlüssel sieht Werder dabei also in der Umstellung der Spielweise, Akteure wie Milot Rashica oder Johannes Eggestein werden deswegen mehr Verantwortung bekommen. Doch auch durch neue Spieler will man den Verlust noch etwas abfangen. Mit Niclas Füllkrug investierte man bereits 6,5 Millionen in einen erfahrenen Stürmer. Doch auch mit dem restlichen Geld würde man gerne noch einen Spieler verpflichten, dies stellt sich aber mehr und mehr als sehr knifflig heraus. 


Wunschkandidaten wie der ​Augsburger Michael Gregoritsch sind für die Grün-Weißen derzeit nicht realisierbar, ein etwas unbekannterer Angreifer könnte aber noch kommen. Sicher ist, dass sich für die nächste Saison viel ändern wird. Der Werder-Sturm wird einiges zu tun haben: "Es waren viele Dinge um Max herum gebaut. In der neuen Saison muss und wird unser Offensivspiel facettenreicher werden und auf mehrere Schultern verteilt sein", so Kohfeldt.