Kaan Ayhan ist momentan eine heiß diskutierte Personalie auf dem Transfermarkt. Der Innenverteidiger von ​Fortuna Düsseldorf ist nach einer herausragenden Saison mehr als begehrt, vor allem die ​Bundesliga ist hinter dem türkischen Nationalspieler her. Vor wenigen Tagen machte Ayhan seinen Anhängern aber Hoffnung, ​seine Ausstiegsklausel ließ er nämlich verstreichen. Dennoch ist ein Abgang noch nicht ausgeschlossen, was auch Fortuna-Sportvorstand Lutz Pfannenstiel weiß.


Der 24 Jahre alte Kaan Ayhan schien nach der so starken Saison schon so gut wie weg zu sein, doch dann kam die Wende. Der Vertrag des Verteidigers beinhaltete nämlich eine Klausel, die es ihm gestattet hätte, den Verein für eine fixe Ablöse zu verlassen. Laut der Bild liegt diese Summe bei 4,5 Millionen Euro. Da ihm dies einen relativ einfachen Abgang ermöglicht hätte, war sein Wechsel also schon so gut wie fix. Es hätte sich nur noch der richtige Abnehmer melden müssen.


Doch die Situation hat sich geändert, Ayhan könnte ganz plötzlich doch in Düsseldorf bleiben. Die Ausstiegsklausel war nämlich auf ein festes Datum befristet, der Defensiv-Mann der Fortuna ließ diese am Samstag allerdings verstreichen. Ein Transfer unter den Voraussetzungen der Klausel ist also nicht mehr möglich, bleibt der Düsseldorfer dem Bundesligisten also erhalten?


Laut dem Sportvorstand Lutz Pfannenstiel sei es zumindest erst eine frohe Nachricht: "Das ist ein gutes Zeichen für uns", so der 46-Jährige in der Bild. Allerdings hat die Vergangenheit gezeigt, dass solche vermeintlichen Bekenntnisse nicht immer auch definitiv einen Wechsel ausschließen. Das weiß auch Pfannenstiel, der das Fußballgeschäft natürlich bestens kennt und der Sache noch nicht komplett traut.

Lutz Pfannenstiel

Sportvorstand Pfannenstiel hat noch keine endgültige Gewissheit


"Das Nichtziehen einer solchen Klausel ist keine Garantie dafür, dass der Spieler zu 100 Prozent bleibt.” Doch die Lage ist für die Fortuna nun trotzdem entscheidend anders. Da die Klausel verstrichen ist, können die Düsseldorfer bei Angeboten nun selber eine Ablöse bestimmen. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass die Fortuna nun das Doppelte für Ayhan fordern würde.


Das heißt also, dass die Chancen auf einen Verbleib dennoch gut stehen. Zwar sind neben dem ​SV Werder Bremen unter anderem auch die ​Schalker im Rennen, doch ein einfaches Unterfangen erwartet die Interessenten nicht - zumal beide Klubs finanziell nicht auf Rosen gebettet sind. Sowieso fühlt sich der Verteidiger eigentlich richtig wohl, vor allem nach der starken Saison des Aufsteigers gibt es nur wenige Wechselgründe.


"Es hat schon so oft geheißen, ich bin hier weg. Und bin immer noch da...”, so der umworbene Ayhan. Es sieht also weiterhin gut aus, die Fans von Düsseldorf würden nach dem aktuellen Stand auch in der nächsten Saison wieder ihren Abräumer anfeuern können. Doch noch ist nichts entschieden, bis in den Spätsommer ist auf dem Transfermarkt alles möglich. Die Fortuna wird aber alles daran setzen, ihren Star am Rhein zu halten.