​Der ​FC Liverpool schwebt nach dem gestrigen Abend auf Fußball-Wolke 7. Im Finale der ​Champions League setzte sich das Team von Jürgen Klopp ​letztlich knapp gegen die Tottenham Hotspur durch. Die Reds konnten damit den ersten Erfolg seit sieben Jahren einfahren, die Londoner müssen dagegen die enttäuschte Heimreise antreten. Das sind die besten Netzreaktionen zum Champions-League-Finale 2019.


Lange fieberten Fans und Experten auf das Finale der Königsklasse hin. Vor allem die Anhänger auf der Insel warteten natürlich gebannt und so war alles bestens vorbereitet, um der Welt ein unvergessliches Finale zu liefern. So spannend und intensiv die Partie prognostiziert wurde, so hektisch begann sie auch. Bereits nach 24 Sekunden zeigte Damir Skomina auf den Punkt, Mohamed Salah verwandelte den Strafstoß nach dem Handspiel danach gekonnt.


Doch der Unparteiische musste sich danach natürlich viel Kritik anhören lassen, immerhin lag kein glasklares Vergehen vor. Und erneut gerät auch der Video-Assistent wieder in die Kritik. 


​​Nach der frühen Führung erhofften sich die Zuschauer nun ein wahres Feuerwerk, viele erwarteten, dass Tottenham sofort den Druck erhöht. Doch das Spiel nahm eher an Niveau ab, die Intensität war auf beiden Seiten nicht allzu hoch. Die Reds und die Hotspur erlaubten sich immer wieder Fehler, was den Spielfluss minderte. Das war vor allem nach dem hochklassigen Fußball überraschend, den die beiden Mannschaften die ganze Saison lang zeigten.

Ein twitter-Nutzer fasste den Erfolg des LFC allerdings ganz gut zusammen, die Defensive bei den Reds stand nämlich meistens sehr gut, da konnte sich die Offensive auch immer wieder Auszeiten erlauben.

​​Die erste Halbzeit ging also relativ ereignisarm zu Ende, ein Highlight gab es allerdings doch. In der 18. Minute schaffte es nämlich eine wenig bekleidete Flitzerin, die Gunst der Stunde zu ergreifen. Sie schaffte es bis zum Mittelkreis, dort wurde sie letztendlich gestoppt. Das Internet machte sie zur Heldin, immerhin ist sie keine Unbekannte. Der Grund für ihre Aktion ist allerdings noch kurioser, ihr Verlobter Vitaly Zdorovetskiy erlangte als Flitzer selbst schon Berühmtheit, das war beim Champions-League-Finale 2014.


​​Die zweite Halbzeit hielt vor allem Spannung bereit. Tottenham musste nun mehr unternehmen, konnte sich aber auch mit einer klaren Überlegenheit keine Tore erspielen. Immer wieder scheiterten sie an Liverpools Rückhalt Allison, der den ganzen Abend eine gute Figur ablieferte.

Von den Londonern kam am Ende zu wenig, Liverpool konnte kurz vor dem Abpfiff sogar noch den zweiten Treffer nachlegen. Damit endete vor allem eine Durststrecke, nämlich die von Jürgen Klopp. Vor dem Finale in der Königsklasse verlor der Trainer seine letzten sechs Endspiele nämlich allesamt, nach dem Spiel konnte er den Fluch aber beenden.​​

​​Die Feierlichkeiten bei den Liverpoolern waren natürlich gigantisch, sehnte man sich nach diesem Erfolg doch so sehr. In der Kabine würdigten die Spieler ihren Defensiv-Star Virgil van Dijk mit seinem ganz eigenen Liedchen.

​​Doch auch die unglücklichen Verlierer aus Tottenham können erhobenen Hauptes nach England zurückkehren. Immerhin gelang es ihnen als Überraschungsmannschaft ins Finale einzuziehen, auch dort gaben sie sich nie auf.

​​Neben dem Spiel gab es aber auch noch andere Überraschungen. So hatte zum Beispiel niemand erwartet, dass José Mourinho und Arsène Wenger beide dem englischen Fernsehen als Experten zur Seite stehen. Für einen Abend ließen sie ihre alte Rivalität also Ruhen und traten eher als gute Bekannte auf.

​​Bevor die Liverpooler Spieler am Ende die Trophäe erhielten, musste natürlich noch der diesjährige Gewinner auf dem Pokal verewigt werden. Schon seit Jahren ist dies die Aufgabe von Fred Bänninger, ihm darf natürlich kein Fehler unterlaufen.

Am Ende überwog aber vor allem bei den Reds die unglaubliche Freude über den lang ersehnten Titel, da es schon in der ​Premier League nur knapp nicht reichte. Der starken Mannschaft muss der Erfolg gegönnt werden, eine bessere Saison hätte der LFC nämlich fast nicht spielen können. Das weiß auch die tragische Figur aus dem letzten Finale.

​​

​​