​In der spanischen Hauptstadt trafen am Samstagabend mit dem FC Liverpool und Tottenham Hotspur zwei englische Teams aufeinander, um den nächsten Champions-League-Meister zu ermitteln. Durch Treffer von Mohamed Salah (2. Minute) und Divock Origi (87.) durften letztendlich die 'Reds' den ersten Titel in der Ära von Jürgen Klopp feiern. 


Nach nur 24 Sekunden (!!!) zeigte Schiedsrichter Skomina auf den Elfmeterpunkt vor dem Spurs-Tor, Sadio Mane traf mit einem Lupfer-Versuch im Strafraum den Oberarm von Moussa Sissoko, eine höchst umstrittene Entscheidungen. Den fälligen Strafstoß hämmerte Mohamed Salah in das gegnerische Gehäuse zum frühen 1:0. 

Mohamed Salah

Mohamed Salah traf unaufhaltbar nach zwei Minuten zum 1:0


Im Verlaufe der ersten Halbzeit übernahm Tottenham phasenweise wieder die Kontrolle über das Spiel, konnte jedoch keine einzige nennenswerte Chance herausspielen. Im Gegenzug bekamen die beiden Liverpooler Außenverteidiger Andrew Robertson und Trent-Alexander Arnold viel Platz, um Spurs-Keeper Hugo Lloris aus der Distanz auf die Probe zu stellen. 


Doch insgesamt waren es ereignisarme erste 45 Minuten. Beide Teams machten im Aufbauspiel viele Fehler, nutzten viele lange Bälle oder Rückpässe und konnten sich lediglich durch die Befreiung aus dem hohen Pressing des Gegenübers hin und wieder gefährlich an das gegnerische Gehäuse annähern. 

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Durfte nach seiner Hattrick-Leistung im Halbfinale nur Joker-Minuten sammeln: Lucas Moura


In der zweiten Hälfte übten die Spurs etwas mehr Druck aus, die bislang beste Torchance bekam jedoch Liverpool durch den eingewechselten James Milner, der nach einem starken Sololauf von Mane aus kurzer Entfernung zum Abschluss kam - und den Ball flach knapp am rechten Torpfosten vorbei beförderte. 


Tottenham versuchte daraufhin, die immer auffälligere Passivität der Liverpooler auszunutzen. Erst schoss Heung-Min Son einen gefährlichen Distanzschuss, den Abpraller von Torhüter Alisson Becker bekam Lucas Moura zur erneuten Torchance aus kurzer Distanz - Becker war mal wieder zu Stelle. In der 84. Minute musste der Brasilianer zudem einen hochgefährlichen Freistoß von Christian Eriksen parieren.

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Der Mann des Spiels: Alisson Becker


Dann kam jedoch der bittere Dolchstoß in der 87. Minute: Divock Origi, der schon im Halbfinal-Rückspiel den FC Liverpool in das Finale schoss, platzierte nach einem Eckball-Durcheinander das runde Leder präzise und flach im rechten unteren Eck.


Für den FC Liverpool war dies ein hart erkämpfter und lange stark gefährdeter Sieg. In der zweiten Halbzeit war es jedoch vor allem die Weltklasse-Leistung von Alisson Becker, die den englischen Vizemeister zum Champions-League-Sieger krönte.