Zum zweiten Mal in Folge steht der ​FC Liverpool im Finale der Champions League. Die Reds treffen im Endspiel von Madrid mit Tottenham Hotspur auf einen alten Bekannten und wollen den Henkelpott nach der Niederlage gegen Real Madrid im vergangenen Jahr zum insgesamt sechsten Mal in der Vereinshistorie gewinnen. Für Abwehrchef Virgil van Dijk ist die Erfahrung aus dem letzten Jahr ein Antrieb, seinen ersten Titel bei einem englischen Verein zu feiern.


Wie es sich anfühlt, zu gewinnen, weiß der Innenverteidiger aus seiner Zeit bei Celtic Glasgow. In den Jahren 2014 und 2015 wurde er schottischer Meister, ehe er für 15,7 Millionen Euro zum FC Southampton wechselte. Seit anderthalb Jahren erlebt er den Aufschwung beim FC Liverpool, stabilisierte früh die Abwehr und gilt heute als bester Innenverteidiger der Welt. 


Vor einem Jahr zogen die Reds überraschend ins Endspiel von Kiew ein und unterlagen Real Madrid unglücklich mit 1:3. Früh musste Mohamed Salah verletzungsbedingt vom Feld, nach dem Seitenwechsel leistete sich Loris Karius zwei folgenschwere Fehler. "Ein Finale zu verlieren, ist schmerzhaft", so van Dijk gegenüber BBC, doch in diesem Jahr soll alles anders werden: "Ich habe eine Erfahrung mitgenommen, die ich nun hoffentlich verwenden kann. Der Final-Schmerz treibt uns an."

Virgil van Dijk

  Anders als der FC Valencia, Atlético Madrid oder Juventus Turin will Virgil van Dijk mit dem FC Liverpool keine zwei Champions-League-Finals in Folge verlieren



Ein Erfolg im Finale gegen Liga-Konkurrent Tottenham Hotspur sei jedoch alles andere als selbstverständlich. "Sie haben einen fantastischen Torwart, zwei tolle Innenverteidiger und ein sehr gutes Mittelfeld. Vorne haben sie Spieler, die den Unterschied machen können - wir müssen vorbereitet sein", lobt er den Gegner, fügt aber selbstbewusst an: "Wir sind kein Team, auf das man gerne trifft."


Liverpool steht vor dem ersten großen Titel seit über zehn Jahren. Nach dem dramatischen Champions-League-Sieg gegen den AC Mailand im Jahr 2005 und dem darauffolgenden Triumph im FA Cup 2006, feierte der Klub von der Merseyside lediglich den Ligapokalsieg im Jahr 2012. Doch selbst, wenn der Henkelpott am heutigen Abend an Tottenham geht, bliebe van Dijk gelassen. Schließlich bedeute eine Niederlage "nicht das Ende der Welt", und als Fußballer sei man "sowieso an einem Tag der Held und am anderen der Übeltäter."