​​Maurizio Sarri konnte eine turbulente erste Saison beim ​FC Chelsea unlängst mit dem Gewinn der Europa League zu einem versöhnlichen Ende führen. Da der italienische Fußballlehrer und die Blues dennoch bislang nicht wirklich auf einer Wellenlänge funken, hat der Cheftrainer nun angeblich um seine Freigabe gebeten. Dem Vernehmen nach zieht es den Fußballlehrer zum italienischen Serienmeister ​Juventus Turin.


Die Bosse der alten Dame hatten vor wenigen Tagen erklärt, dass man sich in diesem Sommer ​vom bisherigen Übungsleiter Massimiliano Allegri trennen werde. Da Juventus als einer der prestigeträchtigsten Klubs im europäischen Fußball gilt, kocht die Gerüchteküche seitdem schier über. Der aussichtsreichste Kandidat soll dabei Sarri sein.

Maurizio Sarri

Kehrt Sarri der Premier League nach nur einer Spielzeit den Rücken zu?



Bereits im Vorfeld des Europa-League-Finales, das Chelsea gegen den Stadtrivalen Arsenal in beeindruckender Manier mit 4:1 gewinnen konnte, wurde über einen Kontakt zwischen dem 60-jährigen Coach und dem frisch gebackenen Meister der Serie A berichtet. Wie der Evening Standard in Erfahrung gebracht hat, soll sich der Trainer trotz des Gewinnes seines ersten großen Titels mittlerweile für einen Wechsel in seine Heimat entschieden haben.


Bereits am Freitag soll er sich daher mit dem Juve-Vertreter Alessandro Pellegrini und dem einflussreichen Vermittler Fali Ramadani, der bereits an Sarris Wechsel von seinem Ex-Klub SSC Neapel an die Stamford Bridge beteiligt gewesen war, in London getroffen haben. Noch am gleichen Tag traf sich der Chelsea-Coach laut italienischen Medien, die mittlerweile vom Evening Standard bestätigt wurden, zudem mit Chelsea-Geschäftsführerin Marina Granovskaia. Dabei soll Sarri seinen Wechselwunsch noch für diesen Sommer hinterlegt haben. 


Unklar ist noch, ob die Chelsea-Bosse dem Wunsch ihres Trainers entsprechen werden. Da zuletzt aber auch aus dem Umfeld der Briten immer wieder zu hören war, dass man mit der Herangehensweise des Taktikfuchses nicht wirklich zufrieden ist und die Verantwortlichen daher selbst über eine Trennung nachdachten, könnte ihnen der Vorstoß sogar zupass kommen. Im Falle einer Entlassung des Trainers hätte man den Coach aufgrund seines noch bis 2021 gültigen Arbeitspapieres schließlich auszahlen müssen. 


Ob Juve aber tatsächlich Nägel mit Köpfen machen wird, ist noch nicht komplett wasserfest. So gilt auch ​Tottenham-Coach Mauricio Pochettino weiterhin als möglicher Allegri-Nachfolger. Da dessen bisheriger Arbeitgeber Tottenham Hotspur den erfolgreichen Argentinier jedoch nur äußerst ungern abgeben würden, wäre für den 47-Jährigen eine sehr hohe Ablösesumme fällig. Pochettino bekannte sich zuletzt außerdem zu den Spurs.