Die Heimspielstätte des SV Werder Bremen bekommt offenbar einen neuen Beinamen: Wie unter anderem BILD berichtet, hat sich der Bundesligist mit der Immobilienfirma 'Wohninvest Holding GmbH' auf den Verkauf der Namensrechte für das Weser-Stadion geeinigt. 


Die Suche nach einem neuen Käufer stand "ganz oben auf unserer Agenda", wie Aufsichtsratschef Marco Bode bereits im November gegenüber BILD erklärte. Bis 2018 zahlte EWE jährlich drei Millionen Euro für die Namensrechte, Gebrauch machte das Versorgungsunternehmen davon allerdings nicht. Wie nun berichtet wird, wird der SV Werder seine Heimspiele künftig im 'Wohninvest Weserstadion' austragen. Ursprünglich habe das Stadion in 'Wohninvest Arena' umbenannt werden sollen, allerdings wurde dies vom Verein verhindert. 

Marco Bode

   Der Verkauf des Stadion-Namens war für Aufsichtsratsvorsitzenden Marco Bode von hoher Bedeutung.


Seit zwei Jahren habe man einen Verkauf der Namensrechte geprüft, seit drei Monaten sollen die Gespräche laufen. Für die Rechte des Stadionnamens soll Werder in den kommenden zehn Jahren insgesamt 30 Millionen Euro erhalten - Geld, das der finanziell angeschlagene Verein dringend benötigt.


Wie berichtet wird, liegt die Schuldenlast bei 73 Millionen Euro, weitere Alternativen wie eine Erhöhung der Ticketpreise um 35 Prozent seien verhindert worden. Neben Hertha BSC Berlin, Borussia Mönchengladbach und Union Berlin zählte Werder Bremen zu den letzten Vereinen, die ihren eigentlichen Stadionnamen beibehielten. Zum Ärger der Fans wird nun allerdings auch das Weserstadion ab dem 1. Juli einen neuen Namen erhalten.