Der ​FC Chelsea feierte am Mittwochabend im Europa-League-Finale gegen den ​FC Arsenal einen ​deutlichen 4:1-Erfolg. Vor nicht ausverkauftem Haus drehten die Blues nach der Halbzeitpause mächtig auf und gewannen nach 2013 zum zweiten Mal die Europa League. Elkhan Mammadov, Vorsitzender des aserbaidschanischen Fußballverbandes, machte die Fans von ​Eintracht Frankfurt für die vielen leeren Plätze im Stadion verantwortlich.


Die SGE schrammte denkbar knapp am Einzug ins Endspiel vorbei. Im Halbfinale mussten sich die Hessen dem späteren Titelgewinner im Elfmeterschießen beugen. Viele Eintracht-Fans hatten sich bereits im März ein Ticket für das Finale bestellt. Da die UEFA in diesem Jahr keine Tauschbörse angeboten hatte, blieben die Anhänger der SGE auf ihren Eintrittskarten sitzen. Über 300 Fans spendeten ihre Tickets an Kinder in Baku. Mammadov hat davon offenbar nichts mitbekommen, denn der Funktionär schob den Frankfurtern die Schuld für das nicht ausverkaufte Stadion in die Schuhe.

Chelsea v Arsenal - UEFA Europa League Final

Hatten reichlich Platz: Zwei Fans des FC Arsenal



"Ein Großteil der leeren Plätze geht auf das Konto von Frankfurt-Fans, die sich ihre Karten früh gekauft haben, aber nicht zum Finale erschienen sind. Ich glaube, sie haben sich einfach dazu entschieden, ihr Ticket zu behalten und es nicht an die UEFA zurückzugeben", erklärte der Verbandsboss gegenüber der Daily Mail. Über 10.000 Plätze waren am Mittwochabend leer geblieben. Rund 51.000 Zuschauer verfolgten das Endspiel live vor Ort. Eine richtige Stimmung wollte allerdings nicht aufkommen. Mammadov zog dennoch ein positives Fazit. 


"Mit der Zahl der Touristen, nicht nur aus England, sondern auch den Arsenal- und Chelsea-Fans aus dem Rest der Welt, sind wir sehr zufrieden", sagte der Funktionär, unbeeindruckt von der Kritik, die es in den letzten Wochen von vielen Seiten für den Austragungsort gegeben hatte. "In der Stadt gab es eine richtige Party. Es wurde gefeiert wie in London", wird Mammadov vom Portal sport.de zitiert. "Auch was das Entertainment angeht, hatten wir rund um das Stadion ein schönes Programm."