​Marvin Friedrich war beim ​1. FC Union Berlin in der abgeschlossenen Zweitligasaison unangefochtener Stammspieler und krönte seine starken Leistungen mit dem enorm wichtigen Treffer zum 2:2-Unentschieden beim Hinspiel der Relegation. Stand jetzt, muss der Aufstiegsheld in diesem Sommer aber zu seinem Ex-Klub ​FC Augsburg zurückkehren. Der Spieler selbst hofft aber weiterhin auf einen Verbleib bei den Eisernen.


Wie der 23-jährige Innenverteidiger am Rande der ausgelassenen Feier anlässlich des erstes Bundesligaauftiegs des ehemaligen DDR-Klubs gegenüber der BZ offenbarte, hat sein ehemaliger Verein FC Augsburg von einer Sonderklausel im Vertrag des ehemaligen U20-Nationalspielers Gebrauch gemacht. Der 1,92-Meter-Schlaks war im Januar 2018 von den Fuggerstädtern nach Köpenick transferiert worden. Die gewieften Kaderplaner der Augsburger bestanden dabei aber darauf, sich eine Rückkaufoption zu sichern.

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Marvin Friedrich würde seinen Spind in Berlin nur äußerst ungern räumen


Angeblich sollen sich dabei beide Klubs damals auf die überschaubare Ablösesumme von gerade einmal eine Million Euro verständigt haben. Diese Summe mag fast schon lächerlich gering klingen, bedenken sollte man dabei aber, dass vor dem Wechsel keineswegs damit zu rechnen war, dass Friedrich bei den Eisernen derart einschlagen würde. Bei seinem Ausbildungsverein FC Schalke 04 und auch bei den bayrischen Schwaben hatte er sich schließlich zuvor keineswegs dauerhaft durchsetzen können.


Nach 38 Pflichtspieleinsätzen für Union, die auch den Kaderplanern in Augsburg nicht verborgen geblieben sind, dürfte auch sein Standing bei seinem Ex-Klub deutlich gewachsen sein. So erklärte nun auch der Cheftrainer der Fuggerstädter, Martin Schmidt, dass Friedrich in den Überlegungen des Bundesligisten wieder eine größere Rolle spielen wird. "Das ist ein Spieler, über den wir uns intern sicherlich Gedanken machen", so der 52-Jährige laut der BZ.

Martin Schmidt

FCA-Trainer Martin Schmidt würde sich über defensive Verstärkungen freuen


Friedrich selbst, wünscht sich dennoch einen Verbleib bei seinem derzeitigen Arbeitgeber und hofft, "dass sich beide Seiten einigen können". Wie viel Geld Union dabei für eine feste Verpflichtung in die Hand nehmen könnte, ist dabei noch recht unklar. Unter Umständen könnte daher auch noch eine dritte Partei in die Verhandlungen hineingrätschen. So wird auch den Königsblauen ​Interesse an einer Rückholaktion nachgesagt. Da der gebürtige Kasselaner bei den Knappen aber wohl kaum auf einen Stammplatz hoffen könnte, dürfte er auch einem Wechsel ins Ruhrgebiet eher kritisch gegenüberstehen.