​Bei der allzeit beliebten Frage nach der Überraschungsmannschaft der Saison, fiel zuletzt häufig der Name ​Fortuna Düsseldorf. Wie es dem zuvor als Abstiegskandidat Nummer eins gebrandmarktem Team gelang, die Klasse in souveräner Manier zu halten, ist schließlich aller Ehren wert. Mit ​Kaan Ayhan kündigt sich nun aber ein prominenter Abgang an. Der ​SV Werder Bremen und der FC Schalke 04 gelten als mögliche Abnehmer.


Nachdem sich der heute 24-jährige Innenverteidiger bei seinem Ausbildungsverein FC Schalke 04 nicht dauerhaft durchsetzen konnte, wechselte der 22-fache türkische Nationalspieler im Sommer 2016 nach Düsseldorf. Die Luftveränderung zahlte sich für den Abwehrspieler rasch aus und so war er bereits in den beiden Zweitligasaisons mit der Fortuna eine tragende Säule.

Kaan Ayhan

Ein Abgang von Kaan Ayhan wäre ein schwerer Schlag ins Kontor der Düsseldorfer



In der abgelaufenen Spielzeit konnte Ayhan, wie so viele seiner Teamkollegen, noch einmal einen großen Entwicklungsschritt hinlegen und war ein sehr wichtiges Element der sattelfesten Hintermannschaft des Teams von Cheftrainer Friedhelm Funkel. Die positive Entwicklung des gebürtigen Gelsenkircheners weckte zuletzt aber bereits Begehrlichkeiten und so kursieren seit geraumer Zeit Gerüchte, die sich mit einem baldigen Abgang des Abwehrchefs befassen.


Dabei hilft den Düsseldorfern auch herzlich wenig, dass der Vertrag des Defensivspielers eigentlich noch bis zum Sommer 2021 datiert ist. In dem Arbeitspapier des Deutsch-Türken ist nämlich eine Sonderklausel verankert, wonach er den Klub bereits in diesem Sommer für eine Ablöse von gerade einmal 2,5 Millionen Euro verlassen könnte. Angesichts des aufgehitzten Transfermarkts ein echtes Schnäppchen. 


Zustande kommen könnte ein Wechsel aber erst dann, wenn Ayhan selbst einer Aktivierung dieser Klausel auch tatsächlich zustimmt. Wie die BILD in Erfahrung gebracht haben will, soll dies aber der Fall sein und so soll Ayhan bereits am heutigen Freitag von der Klausel Gebrauch machen. Unklar ist jedoch weiterhin, bei welchem Verein der Rechtsfuß in Zukunft unterkommen wird.


Rückkehr zu Schalke?


Als potenzielle Abnehmer haben sich dem Vernehmen nach bereits zwei eindeutige Favoriten herauskristallisiert. Da wäre zum einen sein Ex-Klub ​FC Schalke 04, für den das Herz des robusten Verteidigers noch immer leidenschaftlich schlägt. Neben den Königsblauen soll aber auch der SV Werder Bremen über eine Verpflichtung des zweikampfstarken Abwehrspielers nachdenken. Von der Spielauffassung her würde Ayhan zumindest ideal in das Anforderungsprofil der Hanseaten passen.


Geht es nach Ayhan, dürften am Ende aber wohl doch die Knappen den Zuschlag erhalten. Noch soll deren neuer Kaderplaner Michael Reschke aber zögern. So hat Reschke dem Boulevardblatt zufolge auch seine beiden Ex-Schützlinge Ozan Kabak und Marc Oliver Kempf auf dem Zettel. Auch Marvin Friedrich, dem unlängst mit dem 1. FC Union der Aufstieg in die Bundesliga gelang und der ebenfalls eine Schalker Vergangenheit vorzuweisen hat, soll in den Überlegungen des 61-Jährigen eine gewisse Rolle spielen.


Gänzlich unvorbereitet wären die Düsseldorfer auf einen Abgang von Ayhan nicht. So sollen die Fortunen mit dem ehemaligen Dortmunder ​Neven Subotic bereits einen klangvollen Nachfolger an der Angel haben. Bei seinem derzeitigen Klub AS Saint-Etienne kam der 30-Jährige zuletzt nur noch sporadisch zum Einsatz und soll daher eine Rückkehr in die Bundesliga durchaus in Betracht ziehen.