Michael Zorc

Wer bleibt, wer geht? Zorc äußert sich zur möglichen BVB-Streichliste

BVB-Sportdirektor Michael Zorc zeigte sich in der jüngsten Vergangenheit sehr geschäftstüchtig und konnte mit den Verpflichtungen von Thorgan Hazard, Nico Schulz und Julian Brandt die Kaderplanung für die kommende Spielzeit forsch vorantreiben. Um den Kader des Vizemeisters nicht unnötig aufzublähen, kündigte der erfahrene Funktionär in einem Interview mit der WAZ nun an, dass er sich nun vorrangig mit potenziellen Abgängen beschäftigen werde und äußerte sich dabei zu einigen Kandidaten.

1. Julian Weigl

Gleich zu Beginn wurde der Kaderplaner der Borussen, wer sollte es dem Journalisten auch verdenken, auf die Personalie Julian Weigl angesprochen. Das dieses Thema aufkommt, ist insofern keineswegs überraschend, wenn man weiß, dass der talentierte Mittelfeldspieler bereits mehrfach mit einem Abgang zu einem internationalen Spitzenklub, zuletzt Manchester City, in Verbindung gebracht wurde.


Im Gespräch mit der WAZ betonte Zorc nun jedoch demonstrativ, dass der 23-Jährige vertraglich noch langfristig (bis 2021) an die Dortmunder gebunden sei und es bis dato von Vereinsseite aus "keinerlei Intentionen" gebe, dies zu verändern. 

2. Raphael Guerreiro

Beim variabel einsetzbaren Mittelfeldspieler Raphael Guerreiro sieht die Sachlage hingegen etwas komplizierter aus. Das Arbeitspapier des 25-jährigen Portugiesen läuft bereits im Sommer 2020 aus und bislang wurde noch keine Verlängerung angestrebt. Auf Nachfrage wollte sich Zorc bei dieser Personalie nicht wirklich in die Karten schauen lassen und gab lediglich zu Protokoll, dass die Situation "noch ungeklärt" sei.


Dabei weiß der gewiefte Funktionär natürlich auch, dass die Borussen nur noch in diesem Sommer durch einen möglichen Verkauf Geld generieren könnten. In der Rückrunde konnte sich der Linksfuß zwar einen Stammplatz erarbeiten, dennoch berichtet die BILD unlängst, dass Guerreiro für seinen Cheftrainer Lucien Favre alles andere als unverzichtbar sei.

3. Marcel Schmelzer

Marcel Schmelzer war über Jahre hinweg eine der größten Identifikationsfiguren des BVB. Abseits des Rasens mag dies noch immer der Fall sein, rein sportlich spielt der ehemalige Nationalspieler aber längst nur noch die zweite, oder gar dritte Geige. Kein Wunder also, dass viele Beobachter davon ausgehen, dass sich die Wege in diesem Sommer trennen werden. 


Das Interview nutzte Zorc nun jedoch, um eine Lobeshymne auf den langjährigen Kapitän anzustimmen und zeigte sich von der Mentalität des 31-Jährigen tief beeindruckt. "Ich halte große Stücke auf Marcel, in jeglicher Hinsicht. Er hat sich, obwohl er nicht gespielt hat, immer tadellos verhalten", so der 56-Jährige. Abschließend betonte der Kaderplaner, dass er sich Schmelzer auch in Zukunft beim BVB wünsche. Spitzfindige Beobachter könnten dabei die Vermutung aufstellen, dass Schmelzer eventuell in Bälde eher als Funktionär, denn als Spieler angedacht sein könnte.

4. Vielzahl von Leihspielern

Stand jetzt, werden in Bälde gleich sieben bislang verliehene Spieler wieder rund um den Signal Iduna Park erwartet. Darunter sind zwar durchaus klangvolle Namen wie Andre Schürrle und Shinji Kagawa. Große Hoffnungen darauf, sich im zweiten Anlauf unter Lucien Favre durchsetzen zu können, dürfte sich aber wohl kaum ein Rückkehrer machen.


Zu konkreten Überlegungen wollte sich Zorc zwar noch nicht äußern, angesprochen auf potenzielle Abgänge der Borussen untermauerte aber auch der Sportdirektor, dass die Leihspieler aller Voraussicht nach einen Großteil der künftigen Abgänge ausmachen werden. Ob sie dabei erneut verliehen werden, oder sich der BVB über feste Einnahmen freuen darf, steht indes noch in den Sternen.

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