​Nach einjähriger Abstinenz ist der ​1. FC Köln zurück im deutschen Fußball-Oberhaus. Der Aufsteiger geht in der kommenden Saison mit einem neuen Cheftrainer an den Start. Achim Beierlorzer wurde Mitte Mai ​als neuer FC-Coach vorgestellt. Der 51-Jährige hat nicht nur bei der Kaderzusammenstellung klare Vorstellungen.


"Egal ob Freizeit oder Urlaub. Ab sofort nehme ich den FC natürlich immer mit", erklärte Beierlorzer gegenüber der Bild-Zeitung. Bis zum Start der Vorbereitung (Anfang Juli) will der Übungsleiter seinen Kader "im Idealfall" zusammen haben. "Sofern die Spieler nicht zuvor mit anderen Plänen auf uns zukommen, will ich erstmal alle sehen und mir ein Bild machen", so der FC-Coach. 


Bei der Suche nach Neuzugängen legt der gebürtige Erlangener großen Wert auf Geschwindigkeit. "Dynamik ist sehr wichtig. Wenn ein Spieler zu langsam ist, hat er es schwer, in der ​Bundesliga mitzuhalten", wird der 51-Jährige von der Sport Bild zitiert. "Wenn wir zehn Angriffe haben, will ich nicht, dass wir siebenmal hintenrum spielen. Deshalb brauchen wir Spieler mit Handlungsschnelligkeit und Geschwindigkeit", stellte Beierlorzer klar. 

Kingsley Schindler

Wechselt im Sommer nach Köln: Kingsley Schindler



Großen Handlungsbedarf sieht der Ex-Coach des ​SSV Jahn Regensburg angeblich in der Defensive. Der Sportzeitschrift zufolge halten die Rheinländer nach zwei neuen Sechsern, einem Innen- sowie einem Rechtsverteidiger Ausschau. ​Johannes Geis, der im Winter ablösefrei vom ​FC Schalke 04 verpflichtet wurde, spielt in den Planungen offenbar keine Rolle mehr. Der auslaufende Vertrag des defensiven Mittelfeldspielers wird voraussichtlich nicht verlängert.


"Die Spieler, die wir holen, sollen potenzielle Startelf-Spieler sein", stellte der 51-Jährige klar. Gleichzeitig sei es Beierlorzer jedoch auch wichtig, "auf ein bestehendes Kollektiv zu achten". Mit Flügelspieler Kingsley Schindler (kommt ablösefrei von ​Holstein Kiel) hat der FC bereits einen Neuzugang an Land gezogen, der perfekt zum Anforderungsprofil von Beierlorzer passt. Kingsley Ehizibue (PEC Zwolle) soll zukünftig auf der rechten Abwehrseite für mehr Tempo sorgen. Dem Vernehmen nach steht der gebürtige Münchner unmittelbar vor einem Wechsel in die Domstadt. 


Beierlorzer lässt Kapitänsfrage offen


Ob Nationalspieler Jonas Hector auch in der kommenden Saison die Kapitänsbinde tragen wird, ließ Beierlorzer offen. "Den Kapitän werde ich am Ende bestimmen, weil er mein verlängerter Arm auf dem Platz ist und eine wichtige Position einnimmt", gab der Übungsleiter zu Protokoll. Die Spieler sollen sich zunächst einmal "ausreichend kennenlernen" und anschließend einen Mannschaftsrat wählen.