​Mirko Slomka ist zurück an alter Wirkungsstätte: Der 51-Jährige wurde am Dienstagnachmittag auf einer Pressekonferenz offiziell als neuer Trainer von ​Hannover 96 vorgestellt. Mit dabei auch Jan Schlaudraff, der künftig als Sportdirektor tätig sein wird. Slomka erhält einen Vertrag über zwei Jahre, Schlaudraff hat für drei Jahre unterschrieben, erklärte Klubboss Martin Kind.

Von Januar 2010 bis Dezember 2013 war Mirko Slomka schon einmal Trainer bei Hannover 96 - und das lange Zeit ziemlich erfolgreich. Nun soll er die Niedersachsen nach dem Bundesligaabstieg so schnell wie möglich wieder ins Oberhaus führen. An seiner Seite agiert künftig Ex-Spieler Jan Schlaudraff, der zum Sportdirektor befördert wurde. Heißt auch, die Tage von Thomas Doll sind gezählt.

Doll hatte es nach der Entlassung von André Breitenreiter nicht geschafft, Hannover vor dem Abstieg zu bewahren. Kind hatte zwar lobende Worte für Doll übrig, seine Freistellung sei aber der logische Schritt gewesen: "Er ist bodenständig, loyal und ergebnisorientiert. Wir haben ihn mit dem Ziel verpflichtet, den Klassenerhalt zu erreichen. Er war immer Realist genug zu wissen, dass er wenig Argumente hatte für eine Weiterbeschäftigung."


Nach dem Abstieg will man in Hannover allerdings schnell wieder nach vorne blicken. Slomka wolle eine Mannschaft, die die Fans "begeistert". Offensivstark solle es sein, viel Tempo besitzen, die neue Mannschaft. Slomka weiß allerdings auch um die veränderten Herausforderungen im Unterhaus: "Wir brauchen eine andere Art Fußball, um uns durchzusetzen. Man braucht Körperlichkeit", so der neue, alte 96-Coach.


Wie die Mannschaft zum Start der neuen Saison aussieht, ist noch unklar. Klar ist aber, dass zum Start der Vorbereitung der Kader noch nicht komplett sein wird. Das habe Schlaudraff Slomka so auch ganz klar mitgeteilt. Dass die Personalplanungen so schnell wie möglich abgeschlossen sein können, dafür will Schlaudraff ein Team um sich herum aufbauen."Ich hätte gerne noch drei Leute in meinem Team, die mich unterstützen - Leute, die loyal und fleißig sind und alles dafür tun, die Mannschaft wieder nach oben zu bringen", sagte der neue Sportdirektor.


Schnell wieder nach oben - das ist das große Ziel in der niedersächsischen Hauptstadt. Angesichts der Konkurrenz um Mitabsteiger VfB Stuttgart, Nürnberg und dem Hamburger SV dürfte der sofortige Wiederaufstieg aber alles andere als ein Selbstläufer werden.