Die Spieler des ​FC Bayern München dürfen nach der getanen Arbeit ihren Urlaub genießen, die sportliche Leitung hingegen hat zuvor noch einiges zu tun. Wie Karl-Heinz Rummenigge erklärte, will der Rekordmeister nun auf dem Transfermarkt aktiv werden und die Kaderplanung finalisieren.


"Jetzt müssen wir noch ein bisschen was am Transfermarkt drehen, und dann fahre ich mit der Familie in Urlaub", wird der Vorstandsvorsitzende nach dem Double-Erfolg in der FAZ zitiert. In den kommenden Tagen müsse man, vor allem bezogen auf die ungewisse Zukunft von ​James Rodriguez und ​Jerome Boateng, dem Präsident Uli Hoeneß öffentlich einen Wechsel nahelegte, "alle Optionen auf den Tisch legen und dann gemeinsam entscheiden, wie wir mit den Dingen umgehen, die jetzt noch Fragezeichen haben, damit daraus Ausrufezeichen werden."

Karl-Heinz Rummenigge

   Die Führungsetage des FC Bayern muss vor dem Urlaub ihre Hausaufgaben erledigen.


Eine große Baustelle bleibt die Besetzung der Außenbahnen. So lobte Rummenigge Kingsley Coman und Serge Gnabry als "zwei tolle Spieler", allerdings bestehe nach den Abgängen von Franck Ribéry und Arjen Robben Handlungsbedarf. Angesprochen auf die anhaltenden Gerüchte um eine Verpflichtung von ​Leroy Sané war der 63-Jährige um Realismus bemüht: "Man darf nicht vergessen: Er hat einen Zweijahresvertrag. Und Manchester City ist kein Verein, der wegen Bedürftigkeit Spieler verkaufen muss."

Hoeneß nimmt Salihamidzic in die Pflicht


Auch Hoeneß wollte sich ebenso wenig über den Nationalspieler äußern wie über Timo Werner, der weiterhin vor einem Abschied bei RB Leipzig steht. Für die Zusammenstellung der Mannschaft sei schließlich Hasan Salihamidzic zuständig. Der Sportdirektor sei "aufgerufen, wieder richtig loszulegen", so Hoeneß, der erklärte, dass man "wegen des Schlussspurts die Transferaktivitäten auf Eis gelegt" habe.

Hasan Salihamidzic

  Genießt das Vertrauen der Klubführung: Hasan Salihamidzic.


Wen die Bayern verpflichten werden, steht daher in gewisser Maßen noch in den Sternen. Klar ist aber, dass der finanzielle Rahmen nicht gesprengt werden soll: "Wir sind hier nicht beim Monopoly. Hasan soll erstmal Spieler ausfindig machen, die zu uns passen, und dann reden wir über das Geld", kündigte Hoeneß an.