Es war die Cinderella-Geschichte der abgelaufenen Saison. Hendrik Weydandt wurde vor der Saison für die zweite Mannschaft verpflichtet, plötzlich fand sich der ehemalige Kreisligastürmer aber mitten im Bundesligatrubel wieder. Für die Zweite Liga ist er fest eingeplant, doch es gibt bereits Anfragen von der Konkurrenz.


Hendrik Weydandt war einer der wenigen Lichtblicke bei ​Hannover 96 in der abgelaufenen Saison. Sechs Tore erzielte der 23-Jährige in 28 Partien, der bis vor fünf Jahren noch in den Untiefen der Kreisliga kickte. Vor dieser Spielzeit holten die Niedersachsen den Angreifer aus der Regionalliga Nord von Germania Egestorf/Langreder an die Leine, wo er eigentlich für die zweite Mannschaft eingeplant war. Weil er in der Vorbereitung aber dermaßen überzeugen konnte, war er Teil der Bundesligamannschaft und lebte so den Traum eines jeden Amateurspielers.


Nach dem Abstieg rechnen die Roten fest mit ihrem Stürmer, der noch einen Vertrag bis 2020 hat. Allerdings erklärte Weydandt im NDR-Sportclub, dass auch die Konkurrenz ein Auge auf den in Gehrden geborenen Mittelstürmer geworfen hat. „Ja, das ist tatsächlich so. Es haben sich einige Vereine bei meinem Vater gemeldet.“ Ob er einen Wechsel anstrebe, beantwortete er nicht klar. Stattdessen erklärte er, „man freut sich immer über solche Angebote“.

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In Hannover aber sind durch den Abstieg unruhige Zeiten angebrochen, wie auch Weydandt ausführt. „Ich fühle mich sehr wohl in Hannover. Hannover ist meine Heimatstadt. Wie drücke ich es wie ein normaler Fußballer aus? Mein Vertrag läuft noch ein Jahr. Wie Sie alle wissen, ist es gerade sehr turbulent.“


Durch die geringe Vertragslaufzeit ist Hannover eigentlich gezwungen, Gespräche mit dem Angreifer aufzunehmen, will man ihm die Verbleib in der niedersächsischen Hauptstadt schmackhaft machen. Doch der Spieler selbst weiß inzwischen ebenfalls, was er wert ist. Innerhalb eines Jahres ist sein Wert um 850.000 Euro auf eine Million laut transfermarkt.de gestiegen. Das wird auch anderen Vereinen nicht verborgen geblieben sein. Auch enthüllte die Bild sein Gehalt, was mit 250.000 Euro pro Jahr für eine Bundesligamannschaft sehr gering ist. Da dürften andere Teams deutlich mehr bieten können. Ob der ​Trainerwechsel zu Mirko Slomka einen Ausschlag gibt, bleibt abzuwarten. 

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