Mit dem ​2:2 im Hinspiel beim ​VfB Stuttgart hat sich ​Union Berlin eine gute Ausgangsposition fürs Rückspiel am kommenden Montag geschaffen. Doch Berlins Trainer Urs Fischer will sich vom guten Ergebnis nicht blenden lassen und warnt daher vor den Schwaben. Die Köpenicker wollen keinen Gang zurückschalten.


Es war ein Spiel mit dem so niemand wirklich gerechnet hatte. Waren die letzten Relegationsduelle eher von Nervositäten, Ungenauigkeiten und Abwehrfehlern geprägt, so bekamen die neutralen Zuschauer am vergangenen Donnerstag eine andere Qualität geboten. Sowohl der VfB Stuttgart, als auch die Berliner spielten gefällig nach vorne, es gab viele Offensivszenen. Am Ende trennten sich beide Teams mit einem gerechten 2:2. Das Ergebnis aber spielt eher den Hauptstädtern in die Karten.


Denn mit den beiden Auswärtstoren im Rücken würde den Eisernen bereits ein torloses Unentschieden oder ein 1:1 für den Aufstieg reichen. Doch genau davor warnt der Coach Urs Fischer. „Uns muss bewusst sein, dass sie fähig sind, das Spiel zu drehen“, so der Trainer am heutigen Samstag im Fachmagazin kicker. „Wenn du mit dem Gedanken ins Spiel gehst, auf 0:0 zu spielen, wird das nicht aufgehen. Wir müssen im Kopf haben, wieder ein Tor zu erzielen. Denn eines bekommst du meistens. Die Aufgabe ist nicht leichter geworden. Es braucht wieder eine tolle Leistung.“


Dabei müssen die Berliner auf ihren Kapitän Christopher Trimmel verzichten, der die 10. gelbe Karte im Hinspiel sah. Ebenfalls verzichten müssen die Unioner auf Felix Kroos, der die fünfte gelbe Karte sah. Noch ließ der Trainer offen, wer die beiden Spieler vertreten soll. Alternativen aber hat er genug, wie er bereits feststellte. Und mit nur einer einzigen Heimniederlage in der abgelaufenen Saison ist kein Team daheim stärker, als der FC Union. Es wird also auch für den VfB mehr als ein hartes Stück Arbeit, dieses Spiel zu gewinnen.