​Nur wenige Spieler im Konzert der ganz Großen werden so untrennbar mit einem Klub in Verbindung gebracht, wie Sergio Ramos mit seinem Herzensklub ​Real Madrid. Offenbar nach droht nun aber selbst diese einst so innige Liebe zu zerbrechen. So denkt der Innenverteidiger angeblich über einen Abgang aus der spanischen Landeshauptstadt nach und sorgte löste dadurch bei mehreren Spitzenklubs Alarmbereitschaft aus.


Bereits seit 14 Jahren trägt der 163-fache spanische Nationalspieler voller Stolz das Trikot der Königlichen und konnte in dieser Ära zahlreiche Titel, darunter satte vier Triumphe in der Champions League und vier spanische Meisterschaften, bejubeln. Wie kaum ein Anderer verkörperte der Kapitän der Madrilenen dabei einen absoluten Siegeswillen und war in wichtigen Spielsituation stets zur Stelle. In der abgelaufenen Saison konnte der Iberer, wie so viele seiner Teamkollegen, jedoch nicht mehr das Optimum aus sich herausholen.

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Sergio Ramos wirkte zuletzt sehr nachdenklich



Stolze 42 Pflichtspieleinsätze legen aber dennoch aktuell die Vermutung nahe, dass der Abwehrchef noch immer quasi unverzichtbar ist. Bereits vor Wochen keimten jedoch Gerüchte auf, wonach sich Klubpräsident ​Florentino Perez und das bisherige Aushängeschild des Vereins immer mehr entzweien. Ein Auslöser der Animositäten soll dabei eine Schelte des Klub-Bosses nach dem überraschenden Aus in der Champions League gegen Ajax Amsterdam sein, als er dem Spielführer vor versammelten Mannschaft an den Kopf geworfen haben soll, dass er ihn rauswerfen werde.


Dieser Stachel soll bei dem stolzen Abwehrspieler so tief sitzen, dass er sich laut Informationen des Fernsehprogramms El Chiringuito de Jugones und der Sportzeitung Marca, Gedanken über einen baldigen Abgang macht. Bereits vor zwei Wochen soll es den Berichten zufolge dabei bereits zu einem Treffen der Ramos-Delegation und Perez gekommen sein. Eine klare Entscheidung, ob man doch wieder an einem Strang ziehen soll, oder sich die Wege tatsächlich trennen werden, soll dabei aber nicht zu Stande gekommen sein. Vielmehr sollen die Gespräche in Kürze wieder aufgenommen werden.


An potenziellen Abnehmern für den mit allen Wassern gewaschene Abwehrrecken soll es laut der Marca zumindest definitiv nicht mangeln. Die beste Chancen werden dabei angeblich aktuell ​Manchester United eingeräumt. Die Red Devils haben Ramos bereits seit Jahren auf dem Zettel und planen im Sommer eine große Transferoffensve. Aber auch Paris Saint-Germain soll bereits Interesse bekundet haben. Für den französischen Serienmeister wäre eine Verpflichtung der Real-Legende aber aufgrund eines über dem Tuchel-Klub schwebenden Verfahrens wegen Verletzungen gegen das Financial Fairplay - Stand jetzt - wohl kaum zu realisieren.

Florentino Perez,Sergio Ramos

Finden Sergio Ramos und Florentino Perez wieder zueinander?



Ohnehin könnte die kolportierte Ablösesumme eine Vielzahl der Bewerber rasch aus dem Rennen kicken. Klar ist dabei, dass kein einziger Klub bereit wäre, die im Verrag des Defensivspielers verankerte Ablösesumme von unglaublichen 800 Millionen Euro zu stemmen. Legen sich die Real-Bosse auf eine Trennung von Ramos fest, würden aber ohnehin offene Verhandlungen anstehen, bei denen der Deal auch zu vernünftigen Konditionen über die Bühne gehen könnte. 


Die AS warf unlängst auch noch das italienische Schwergewicht Juventus Turin und einen nicht näher benannten Klub aus der finanzkräftigen chinesischen Liga in den Raum. Am Ende des Tages dürfte aber auch Real-Coach ​Zinedine Zidane eine entscheidende Rolle spielen. Will der Weltmeister von 1998 trotz des angekündigten Kaderumbruchs weiterhin auf seine Abwehrsäule setzen, dürften sich eine Vielzahl der Gerüchte rasch in Wohlgefallen auflösen.