​Am heutigen Samstag gilt es für den FC Bayern München mit einem Gewinn des DFB-Pokals eine alles andere als einfache Saison doch noch positiv abzuschließen. Doch selbst bei einem Double-Triumph wollen die Bayern im Sommer namhaft nachrüsten. Vorstandsboss ​Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich dabei nun zur Personalie ​Leroy Sane.


Bei der Veranstaltung BILD 100 Sport am Freitag machte der 63-Jährigen keinen Hehl daraus, dass der deutsche Nationalspieler, der derzeit noch im Trikot des englischen Meister Manchester City auf Torejagd geht, in den Fokus der Transferbemühungen der Münchner gerückt ist. Dabei betonte der erfahrene Funktionär zwar, dass es "bisher noch keine Gespräche" gegeben habe, zeigte sich aber dennoch angriffslustig: "Es ist ein interessanter Spieler. Wir werden es versuchen."

Leroy Sane

Leroy Sane ist in der Premier League zu einem Weltstar gereift



Bevor man sich dabei mit den Skyblues in etwaige Transfergespräche stürzt, müsse man aber zunächst einmal den Spieler selbst von der Richtigkeit eines Wechsels überzeugen. Wie zuletzt aus dem Umfeld des 23-jährigen Linksaußen zu hören war, befinden sich die Münchner bei diesem ersten Schritt bereits auf einem guten Weg. So soll sich Sane, der einst beim FC Schalke 04 seine herausragenden Anlagen zur Schau stellen konnte, eine Rückkehr in die Bundesliga durchaus vorstellen können. 


Gelingt es die eventuell noch vorhandenen Restzweifel bei dem flinken Edeltechniker auszuräumen, müssten sich die Bayern "nur" noch mit den Citizens auf eine für beide Seiten akzeptable Ablösesumme einigen. Ohne Reibungen dürften diese Verhandlungen jedoch kaum ablaufen, schließlich hatte Bayern-Klubpräsident ​Uli Hoeneß zuletzt klipp und klar zu Protokoll gegeben, dass die Münchner in dieser Transferperiode für keinen Spieler mehr als 80 Millionen Euro ausgeben werden.


Von mehreren englischen und auch deutschen Medien wird der aktuelle Marktwert des 19-fachen Nationalspielers aktuell jedoch an der Grenze zum dreistelligen Millionenbereich taxiert. Unter Umständen könnte es den Bayern aber doch noch gelingen, die Transfersumme zu drücken. Dabei könnten sie in den Verhandlungen vor allem von dem freundschaftlichen Verhältnis zwischen Hoeneß und City-Coach Pep Guardiola profitieren, der einst mit den Bayern als Coach große Erfolge feiern konnte.

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Auch Joachim Löw würde Sane gerne wieder in der Bundesliga sehen



Im Zuge der Veranstaltung bestätigte Rummenigge zudem, dass die Münchner bereits vor drei Jahren an einer Verpflichtung von Sane interessiert waren. Damals entschied sich der Flügelflitzer jedoch für den Wechsel auf die Insel. Dort angekommen konnte er sich bei City rasch etablieren und wurde zu einem der spektakulärsten Exportschlager des deutschen Fußballs. Auch in der gerade abgelaufenen Saison konnte er wettbewerbsübergreifend starke 16 eigene Treffer und 18 Torvorlagen beisteuern.


Eine Rückkehr nach Deutschland wäre für die gesamte Bundesliga daher ein enormer Gewinn. Auch die deutsche Nationalmannschaft könnte davon profitieren, schließlich würde dann an der Säbener Straße ein weitere Schützling tagtäglich mit großen Teilen seiner DFB-Mannschaftskameraden arbeiten. Wenig überraschend, hatte sich daher auch Bundestrainer ​Joachim Löw zu dem Thema geäußert und laut der Sport BILD erklärt, dass ein solcher Wechsel gut für die Nationalmannschaft sei.


Dennoch räumte der 59-jährige Fußballlehrer auch ein, dass er bislang das Gefühl gehabt habe, dass sich Sane in Manchester "immer sehr,sehr wohlgefühlt". Rein sportlich empfinde er einen Wechsel zu den Bayern aber definitiv als keine Verschlechterung. DFB-Direktor Oliver Bierhoff schlug hingegen deutlich kritischere Töne an und hegte Zweifel daran, ob eine Rückkehr in die Bundesliga tatsächlich der unbedingte Wunsch des City-Stars sei.