Der ​FC Ingolstadt hat die halbe Miete für den Klassenverbleib in ​Liga zwei geschafft. Im Relegationshinspiel setzten sich die Schanzer dank zweier Blitztore in Halbzeit eins und zwei bei Wehen Wiesbaden verdient mit 2:1 durch. Der Tabellendritte der Dritten Liga schaffte ganz spät den Anschluss - und kann sich damit zumindest noch kleine Hoffnungen auf den Aufstieg machen.


​Blitzstart für die Schanzer: Schon in der ersten Minute brachte Torjäger Lezcano die Gäste in Front. Pledl bediente den Paraguayer im zweiten Versuch, nachdem sein erster Pass abgefangen, aber nicht richtig geklärt werden konnte.

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In der Folge blieb die Begegnung sehr umkämpft - und dabei auch in weiten Teilen ziemlich unansehnlich. Wehen Wiesbaden schaffte es meist nicht, gefährlich vor das Ingolstädter Gehäuse zu kommen. Der Zweitliga-Drittletzte war da in einigen Kontersituationen etwas gefährlicher. Zählbares sprang aber auf beiden Seiten bis zur Pause nicht mehr heraus - und so blieb es bei der knappen FCI-Führung zum Seitenwechsel.


Unglaublich aber wahr: Auch in der ersten Minute des zweiten Abschnitts war Ingolstadt wieder zur Stelle: Wehen-Keeper Kolke konnte einen Fernschuss nur abwehren und kam beim Versuch den Ball zu sichern einen Tick zu spät. Lezcano war schneller und wurde von Kolke gefällt - Strafstoß. 

Darío Lezcano,Markus Kolke

Lezcano wird von SVWW-Keeper Kolke gelegt


Den fälligen Elfmeter verwandelte der gefoulte selbst - in der 47. Minute stand es 0:2.

Etwas Ärger gab es bei der Ausführung. Lezcano verzögerte seinen Anlauf mehrfach stark - auf Wiesbadener Seite wurden Proteste laut, Schiedsrichter Guido Winkmann ließ den Elfer aber nicht wiederholen.

Wehen fand auch in der zweiten Halbzeit einfach keine Mittel, Ingolstadt ernsthaft ins Schwitzen zu bringen. Der Favorit blieb souverän und brachte die 2:0-Führung gegen den Dritten der Dritten Liga nach Hause - dachten alle, bis Wehens Kyereh in der sechsten (!) Minute der Nachspielzeit doch noch zur Stelle war. Vor dem Rückspiel am Dienstag (18.15 Uhr) dürfen sich die Wiesbadener damit zumindest noch kleine Hoffnungen machen.