Ein möglicher Transfer von Leroy Sané zum FC Bayern ist in aller Munde. Es soll bereits ein Angebot an ManCity geben, Sané einen Vertrag bis 2024 erhalten, der ihm ein fürstliches Gehalt bietet. Bleibt die Frage, wie heiß die Spur nach München wirklich ist? Eine konkrete Antwort fällt weiter schwer.


​Leroy Sané und der ​FC Bayern - was viele lange für unmöglich hielten, scheint immer heißer zu werden. Der Nationalspieler scheint tatsächlich ein potenzielles Ziel für den Rekordmeister zu sein. Karl-Heinz Rummenigge hat vor dem Pokalfinale nochmals betont, dass man einen Transfer prüfe. Die Medien spekulieren bereits über ein ​erstes Angebot in Höhe von 80 Millionen Euro.


Wie groß ist die Chance tatsächlich, den begnadeten Dribbler an die Säbener Straße zu locken? Seine Situation bei ​Manchester City ist hinlänglich bekannt: Der Vertrag endet 2021, Verhandlungen über eine Verlängerung sind bisher ergebnislos, auch wenn man vonseiten der Skyblues betont, weiter an einer Ausdehnung des Kontraktes interessiert zu sein. Doch Sané hat bei Guardiola an Stellenwert verloren - das kann man an seinen jüngsten Einsatzzeiten ablesen.


Ein Mega-Transfer mit vielen Hindernissen


Dennoch gibt es viele Gründe, die gegen einen Transfer sprechen: Die selbst verhängte Grenze von 80 Millionen Euro der Bayern, die Frage ob ManCity den Spieler unter Marktwert (100 Millionen Euro) überhaupt abgeben wird - und - darüber wird derzeit herzlich wenig geredet, was Sané selbst möchte.

Klar, für die Bayern würde ein Transfer viel Sinn ergeben. Man hätte einen Nachfolger für Robbery, der deutscher Nationalspieler ist und mit 23 Jahren eine ganze Ära prägen könnte. Über die Qualitäten des gebürtigen Esseners dürfte es ohnehin kaum Zweifel geben.


Zu den konkreten Zahlen, die derzeit kursieren: Nicolò Schira von der Gazzetta dello Sport berichtet von einem Angebot über 80 Millionen Euro an die Skyblues. Leroy Sané soll in München einen Vertrag bis 2024 erhalten und zehn Millionen Euro Jahressalär kassieren. Zur Einordnung: In Italien spricht man eigentlich immer vom Netto-Gehalt!


Würde bedeuten, dass man sich mit Sané bereits einig ist über einen Wechsel und "nur" noch ManCity überzeugen müsste. Denn Rummenigge hat auch betont: "Erst muss man versuchen, den Spieler zu überzeugen", wie Christian Falk, Fußball-Chef der Sportbild, twittert.


Klingt, als seien die Bayern tatsächlich schon ziemlich weit. Doch hier kommt der Haken: Italienische Zeitungen und ihre Quellen neigen gerne mal zu wilden Spekulationen. Die frischen Aussagen von Rummenigge klingen dagegen eher so, als würde man die Gespräche mit Sané erst beginnen. Wie weit man dabei wirklich schon ist, kann nur spekuliert werden.


Uli Hoeneß: "Chancen sind eher gering"


Folgt man aber der Logik des FCB-Vorstandsbosses, wird ein konkretes Angebot an ManCity erst dann folgen, wenn man mit Sané alles geklärt hat. Wird es also die nächste Episode der Bayern-Gerüchteküche oder macht der Rekordmeister bei Sané Nägel mit Köpfen. Derzeit scheint irgendwie beides möglich, auch wenn es nur schwer vorstellbar ist, dass sich Manchester mit 80 Millionen Euro abspeisen lässt.


Dazu passend die Aussage von FCB-Präsident Uli Hoeneß am Abend vor dem Pokalendspiel: "Es ist so wie es in der Zeitung steht. Wir sind interessiert, die Chancen sind aber eher gering", so Hoeneß gegenüber Sky.


Eine Frage muss zum Abschluss ebenfalls erlaubt sein: Was ist mit den anderen Schwergewichten Europas? Sollte Sané auf dem Markt sein, dürften sich die Real Madrids, Barcelonas und PSG's dieser Welt doch zumindest mit dem Flügelflitzer beschäftigen. Real z.B. wäre es doch durchaus zuzutrauen, einen Transferdoppelpack á la Hazard und Sané zu schnüren. Es wäre ein weiterer Stolperstein auf dem Weg zu Bayerns Traum-Transfer...