​Eine positive Saison geht nun auch für den ​SC Freiburg zu Ende. Früh in der Saison hatte man schon nichts mehr mit dem Abstieg zu tun, das sichere Mittelfeld verließen die Breisgauer kaum. Trotzdem hatte die Spielzeit auch einige Überraschungen zu bieten und nicht alles lief immer wie vorgestellt. Wir zeigen euch, was dieses Jahr für Freiburg bereithielt und verteilen die individuellen Awards.


Spieler der Saison – Alexander Schwolow

Alexander Schwolow

Freiburg hatte in dieser Saison wieder hervorragende Spieler in seinen Reihen, doch keiner stach so hervor wie Keeper Alexander Schwolow. Mit konstant starken Leistungen war der 26-Jährige stets ein starker Rückhalt für die in den letzten Jahren oft schwächelnde Defensive der Freiburger. Schwolow erlaubte sich kaum Fehler, lieferte dafür aber immer wieder Glanzparaden ab und sicherte dem Sportclub somit ganz wichtige Punkte. Nicht nur deswegen zählte er in dieser Saison zu den besten Torhütern der ​Liga, auf die Nummer Eins war in diesem Jahr sehr oft verlass.


Flop der Saison – Florian Niederlechner

Florian Niederlechner

Erneut war es nicht die Saison von Florian Niederlechner. Nachdem er bereits einen Großteil der letzten Spielzeit verpasste, lagen wieder viele Hoffnungen auf dem 28-jährigen Angreifer. Häufig konnte er diese allerdings nicht bestätigen. Mit nur vier Toren aus 24 Bundesliga-Partien, ließ der Stürmer erneut viel Gefahr vermissen. Auch passte er in diesem Jahr nicht wirklich ins System von Christian Streich, nicht eine Partie absolvierte Niederlechner über 90 Minuten. Um erneut an die starken letzten Jahre anzuknüpfen, muss der Freiburger vor allem wieder Selbstvertrauen tanken und seine Stärken mehr in den Vordergrund bringen.


Überraschung der Saison – Luca Waldschmidt

Luca Waldschmidt

Kaum ein Freiburg-Fan hatte vermutet, dass vor allem ein Transfer so einschlagen würde wie Luca Waldschmidt. Der erst 23-jährige Angreifer kam für fünf Millionen Euro vom Hamburger SV, wo er nur selten überzeugen konnte. In Freiburg war allerdings alles anders, denn dort erhielt er viel Vertrauen, welches er auch zurückzahlte. Mit neun Treffern und drei Vorlagen ist Waldschmidt der Top-Scorer beim Sportclub, kein anderer Spieler strahlte meistens so viel Spielfreude aus. Als variabel einsetzbarer Angreifer brillierte er auf jeder Position und ging mit großem Kampf voran. Dass Waldschmidt diese Potential hatte, war bereits vielen bekannt. Doch es kam mehr als unerwartet, dass der 23-Jährige es genau in Freiburg abrufen kann.


Enttäuschung der Saison – Aus im DFB-Pokal nach Runde 2

Nils Petersen

Der DFB-Pokal ist bekanntlich nicht das Steckenpferd des SC Freiburg, doch in dieser Saison gab es hier erneut eine herbe Enttäuschung. Bereits in der zweiten Runde folgte nämlich das Aus gegen den Zweitligisten ​Holstein ​Kiel. Dabei ging man sogar in der ersten Minute des Spiels in Führung, doch im Verlaufe des Spiels ließ man sich von dem Underdog teilweise vorspielen und verpasste die endgültige Entscheidung. Erneut fiel Freiburg also der fehlenden Pokal-Erfahrung zu Opfer und war von da an zum Zuschauen verdonnert. Schon in der ersten Runde rettete man im Elfmeterschießen gegen Energie Cottbus gerade so noch das Weiterkommen.


Newcomer der Saison – Die Schlotterbeck-Brüder

Bibiana Steinhaus,Nico Schlotterbeck

Vor der Saison waren sie noch kaum ein Begriff, nach dem Ende der Spielzeit haben sie sich aber einen Namen gemacht: Keven und Nico Schlotterbeck spielten beide bei der Regionalliga-Auswahl der Freiburger und schienen noch weit vom Profi-Kader entfernt zu sein. Doch in der Hinrunde standen beide Brüder plötzlich immer öfter auf dem Platz, natürlich auch begünstigt durch Ausfälle anderer Innenverteidiger. Doch das Duo ließ sich von der großen Bühne nicht abschrecken und lieferte, wenn es darauf ankam. Zusammen sammelten sie 13 Einsätze, der drei Jahre ältere Keven kam am Ende auf neun Ligaspiele. Sie sind ein Lichtblick für die Zukunft des Sportclubs, die sich auf lange Sicht stark entwickeln können. In dieser Saison lieferten sie dafür zumindest sehr gute Argumente.


Aufreger der Saison – Turbulentes 3:3 gegen Wolfsburg

Luca Waldschmift

Das Rückspiel zwischen dem SC Freiburg und dem ​VfL Wolfsburg bot alles, was in einem Fußballspiel erdenklich ist: Tore, Dramatik und Videobeweis-Entscheidungen. Am Ende errang der Sportclub vor heimischem Publikum ein 3:3-Unentschieden gegen die Wölfe, bei der die Freiburger nach dreimaligen Rückstand stets zurück kamen. Kurz vor dem Ende der Partie, setzte Waldschmidt mit dem dritten Treffer der Breisgauer dem Wahnsinn die Krone auf, doch auch das sollte noch nicht das Ende des unglaublich intensiven Spiels sein. In der dritten Minute der Nachspielzeit gelang den Freiburgern nämlich der vermeintliche Siegtreffer, der allerdings nach der Entscheidung von Dr. Felix Brych wegen einer Abseitsstellung aberkannt wurde. Der Videobeweis brachte den SCF somit um den ersten Sieg in der Rückrunde, den Fans blieb das Duell noch lange in Erinnerung.


Pechvogel der Saison – Roland Sallai

FBL-GER-BUNDESLIGA-WOLFSBURG-FREIBURG

​Ein Kandidat zum Newcomer der Saison wäre auch Roland Sallai gewesen, das Schicksal hatte allerdings etwas dagegen. Vor der Saison verpflichtete man den nun 22-Jährigen Ungarn von APOEL Nikosia, als vielversprechender Flügelspieler sollte er für Gefahr im Angriff der Freiburger sorgen. Am vierten Spieltag kam er dann zu seinem ersten Einsatz und erzielte prompt seinen ersten Bundesligatreffer. Auch in den nächsten Partien versprühte er viel Gefahr und Spielfreude, dann verletzte er sich aber schwer an den Adduktoren. Ein Ausfall in der besten Zeit von Sallai war die Folge, nach seiner Verletzung kam er nur noch auf drei Einsätze. Für die nächste Saison wird er aber wieder voll angreifen und hoffentlich verletzungsfrei bleiben.