​Nach einer guten Saison, kann sich der ​SV Werder Bremen nun in die Sommerpause verabschieden. Hinter den Kulissen gehen die Vertrags- und Transferpoker allerdings weiter. Eigentlich war geplant, keinen Stammspieler mehr gehen zu lassen, mit Max Kruse muss Werder nämlich bereits den Abgang des Kapitäns verkraften. Nun soll Juventus Turin allerdings ein Interesse an Bremens Nummer Eins, Jiri Pavlenka, hinterlegt haben. Sportchef Frank Baumann bleibt aber ganz gelassen.


Jiri Pavlenka gehört spätestens seit dieser Saison zu einem der besten Keeper der ​Liga. Seine Stärken hat der Tscheche vor allem auf der Linie, doch auch im eins gegen eins hat sich die "Krake" schon einen Namen gemacht. Deswegen hat sich Pavlenka nach nur zwei Jahren an der Weser schon jetzt einen Status erarbeitet, der mit vielen Hoffnungen verbunden ist. Geplant ist nämlich, mit Pavlenka in die Zukunft zu gehen.


Den ersten Schritt haben die Verantwortlichen des SVW bereits gemacht, der Vertrag des Schlussmanns wurde erst im vergangenen Sommer aufgewertet und bis 2021 verlängert, um möglichen Angeboten vorzubeugen. Doch nun könnte der Fall eintreffen, dass Pavlenka Werder doch schon wieder verlässt - Italiens Rekordmeister ​Juventus Turin soll nun nämlich ein Interesse am tschechischen Nationalspieler bekundet haben.


Laut der Sportbild steht der 27-Jährige bei der Alten Dame ganz weit oben auf der Wunschliste. Dass der italienische Serienmeister ein Interesse am Schlussmann zeigt, ist für Sportchef Frank Baumann kein Wunder: „Jiri Pavlenka spielte eine super Saison und bestätigte sein erstes, starkes Jahr bei uns. Dann ist es nur logisch, das Interesse anderer Klubs da ist“, so der 43-Jährige.

Jiri Pavlenka

Oft stellte der Werder-Keeper bereits seine Qualitäten unter Beweis


Allerdings sieht sich Werder in einer guten Verhandlungsposition, Baumann hat im Poker um den Tschechen alles selbst in der Hand und ist von einem Verbleib des Punktegaranten überzeugt: „Wir wissen vom Juventus-Interesse nichts und sind total entspannt. Jiri fühlt sich in Bremen sehr wohl.“ Sowieso hat auch Trainer Florian Kohfeldt kürzlich erst angedeutet, ​keinen weiteren Stammspieler mehr abgeben zu wollen.


Ob Werder bei einem überdurchschnittlich hohen Angebot allerdings weiter hart bleibt, ist noch unklar. Immerhin könnte Pavlenka durch seinen aktuellen Marktwert von zwölf Millionen Euro ein hohes Transferplus einspielen, womit man weitere Teile des Kaders verstärken möchte. Trotzdem scheint ein Verkauf nach dem jetzigen Stand ausgeschlossen, zu wenig spricht einfach für einen Transfer. Die Werder-Fans dürften also auch im nächsten Jahr wieder über die starken Paraden ihrer Nummer Eins jubeln.