Vor zwei Jahren schlug Paris St. Germain auf dem Transfermarkt gleich doppelt zu: Erst verpflichtete der Scheich-Klub aus der französischen Hauptstadt Neymar für die Rekordsumme über 222 Millionen Euro vom FC Barcelona, wenig später ging der Transfer von Kylian Mbappé über die Bühne. Der 20-Jährige, der bereits jetzt zu den besten Fußballern der Welt zählt, musste sich zunächst allerdings von dem Schritt nach Paris überzeugen lassen, wie Ex-Trainer Unai Emery gegenüber dem spanischen Radiosender Cadena Ser erklärte. 


Demnach habe Mbappé Angebote von ​Real Madrid und dem ​FC Barcelona erhalten, und einen Wechsel zu den Königlichen favorisiert. Aller Spekulationen zum Trotz machte Paris St. Germain Nägel mit Köpfen, lieh den wohl talentiertesten Fußballer der neuen Generation für ein Jahr von der AS Monaco aus, ehe die Monegassen im vergangenen Sommer 145 Millionen Euro erhielten. 


"Als ich bei PSG war, mussten wir Mbappé und seinen Vater davon überzeugen, zu uns zu kommen. Kylian wollte zu Real Madrid wechseln und er hatte auch die Möglichkeit, nach Barcelona zu gehen. Aber er wollte einzig zu Real", erklärt Emery, der von 2016 bis 2018 als Trainer an der Seine tätig war. Schlussendlich habe man den damals 18-Jährigen auf zweierlei Art von dem Transfer überzeugen können: "Wir haben unser Angebot erhöht und ihm gezeigt, dass das Projekt des Vereins gut ist."

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Dass Emery, der mittlerweile bei Arsenal London tätig ist, ausgerechnet jetzt über die Hintergründe des Transfers berichtet, ist alles andere als Zufall. Nachdem Mbappé erst im März erklärte, ​auch in der kommenden Saison für PSG auflaufen zu wollen, heizte er kürzlich bei einer Gala der Ligue 1, bei der er als Spieler der Saison gekürt wurde, ​Gerüchte um einen Wechsel an: "Ich erreiche wahrscheinlich den ersten oder zweiten großen Wendepunkt in meiner Karriere. Ich habe hier so viel gelernt, aber ich habe das Gefühl, dass ich vielleicht mehr Verantwortung übernehmen muss. Vielleicht bei PSG, das wäre schön, aber vielleicht auch bei einem ganz neuen Projekt."


Mittlerweile haben die Verantwortlichen Stellung bezogen und erklärt, ​Mbappé werde auch in der Spielzeit 2019/20 für den Dauermeister aufzulaufen. Nach den neusten Aussagen von Emery dürften die Spekulationen um einen vorzeitigen Wechsel allerdings nicht abreißen.