Das Sportliche war zweitrangig am vergangenen Sonntag, als der scheidende Zweitligist Magdeburg den kommenden Bundesligisten aus ​Köln empfing. Am Rande des Fußballspiels spielten sich jedoch inakzeptable Szenen ab. Der Effzeh hat dazu jetzt ein kritisches Statement abgegeben. 

"Der 1. FC Köln verurteilt die Vorkommnisse im und um das Stadion in Magdeburg aufs Schärfste. Im Fanblock des 1. FC Köln wurden von einigen FC-Fans massiv Grenzen überschritten", heißt es in der Stellungnahme. Schon vor dem Anpfiff hatten Kölner Fans Pyrotechnik gezündet und den Gästeblock in eine rote Rauchwolke gehüllt.

In der 54. Spielminute warfen Vermummte Pyrotechnik in den Heimbereich, der wegen Umbauarbeiten im Stadion derzeit direkt an den Gästeblock grenzt. Magdeburgs Stadionsprecher Torsten Rohde versuchte die Lage zu deeskalieren: "Ihr müsst doch wissen, wie gefährlich solche brennenden Gegenstände sind. Lasst das sein." Auch Magdeburger Anhänger waren mit Pyrotechnik auffällig. 

Werte des Vereins müssen geachtet werden


Doch Schiedsrichter Sven Waschitzki sah sich gezwungen, die Partie für drei Minuten zu unterbrechen. "Dass Pyrotechnik niemals die Hand verlassen soll, ist eine Selbstverpflichtung der Ultra-Szenen, auf die wir an dieser Stelle ausdrücklich hinweisen. Sie wurde am vergangenen Sonntag mehrfach gebrochen. Schon vor dem Spiel flog eine Leuchtrakete auf den Platz in Richtung der Spieler. In der zweiten Hälfte wurden aus den Fanblöcken beider Seiten pyrotechnische Gegenstände auf die jeweils andere Seite geworfen. Dies ist inakzeptabel - völlig unabhängig davon, wer angefangen hat", teilte der 1. FC Köln mit. 

Auch die eigenen Fans sollen sich künftig angemessen verhalten. "Daher appellieren wir an unsere eigenen Fans und Mitglieder, die Werte des Vereins zu achten und einem derartigen Fehlverhalten ohne Wenn und Aber eine Absage zu erteilen."

Aber der Klub weitete die Kritik in seiner Stellungnahme auch auf die Magdeburger Ordner aus: 
"Wir haben eine Reihe von Beschwerden und Augenzeugenberichten über das Verhalten einzelner Magdeburger Ordner erhalten, die uns fassungslos machen. So wurden FC-Fans offenbar von Ordnern grundlos brutal angegriffen und in einem Fall auch erheblich verletzt. Dazu erwarten wir vom 1. FC Magdeburg eine Aufarbeitung", schrieb man.