Andre Schürrle war von ​Borussia Dortmund für zwei Jahre zum FC Fulham verliehen worden. Da die Cottagers aber aus der ​Premier League in die zweite Liga abgestiegen sind, endete das Leihgeschäft bereits vorzeitig. Für Schürrle eine herbe Enttäuschung, der gerne länger in London geblieben wäre, wie er auf der Internetseite des Vereins erklärt.


Es war eine höchst bittere Saison für den FC Fulham. Mit großen Ambitionen war der Aufsteiger in die neue Saison gestartet, dann aber folgte Rückschlag auf Rückschlag. Am Ende stehen gerade mal sieben Saisonsiege und magere 26 Punkte nach 38 Spieltagen auf der Habenseite, der Wiederabstieg ist bereits seit Wochen beschlossene Sache. Und damit auch die Rückkehr von Andre Schürrle zu Borussia Dortmund. Denn von dort war der 57-malige Nationalspieler Deutschlands nach London verliehen.


Durch den Abstieg ist das Leihgeschäft vorzeitig beendet worden - wie es nun mit dem 28-Jährigen weitergeht, bleibt abzuwarten. Er selbst wäre gerne in Fulham geblieben, wie er auf der Webseite des Vereins erklärte. „Ich habe wirklich nicht daran gedacht, dass wir absteigen könnten, als ich unterschrieb. Ich dachte, wir haben hier eine gute Saison, aber Fußball ist manchmal so.“


Nach einem ordentlichen Start, auch für ihn persönlich, ging es aber immer weiter abwärts in eine Spirale, die den Klub schließlich auf den letzten Platz katapultierte. Als Schlüsselmoment sieht er das 2:2 gegen Brighton am vierten Spieltag, als man bereits 2:0 führte und einen sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand gab. „Wenn man zurückblickt, war das ein sehr unglücklicher Moment für uns. Wir waren gut im Spiel, haben gut gekontert und bekommen dann zwei sehr unglückliche Tore. Danach haben wir sieben der nächsten acht Spiele in Folge verloren.“


Der Verein fand sich am unteren Ende wieder, im Winter kam schließlich noch eine Viruserkrankung bei Schürrle hinzu. „Bis dahin habe ich mich sehr gut gefühlt und konnte etwas bewirken, dem Team helfen und habe auch daran geglaubt, es noch herumreißen zu können. Aber dann brauchten meine Gesundheitsprobleme etwas Aufmerksamkeit und ich musste zurück nach Deutschland, um ein paar Dinge zu überprüfen, und ich habe es nicht geschafft, dem Team danach zu helfen“, bedauert er die weitere Entwicklung.

So sieht er den Abstieg als tragische Verkettung von Ereignissen, wo die Mannschaft lange nicht das gezeigt habe, was sie könne. „Für mich und die Mannschaft war es nicht die beste Saison. Wenn man sich unser Team ansieht, sind unsere individuellen Qualitäten nicht die eines Absteigers. Am Ende haben wir aber nicht annähernd die Qualität gespielt, die ich habe, die die Mannschaft hat. Ich gehe hier mit viel Frustration und es ist noch nicht alles erledigt.“