Eintracht Frankfurt muss offenbar nach Luka Jovic auch um einen Verbleib von Ante Rebic zittern. Der Vizeweltmeister könnte die SGE im Sommer verlassen, spekuliert die Bild. Eine Entscheidung sei aber noch nicht gefallen.


​Irgendwie hat ganz Fußball-Deutschland aufgeatmet am Samstagnachmittag, als die TSG Hoffenheim ihren 2:0-Vorsprung in Mainz noch verspielte. ​Eintracht Frankfurt hat es damit trotz der Pleite in München doch noch in den Europapokal geschafft. Zwar nicht in die ​Champions League - dazu taumelte die SGE am Ende mit sichtlich leeren Tanks zu sehr dem Saisonende entgegen - aber immerhin erneut in die Europa League.


Nach einer solch herzerfrischenden Saison dürfte jeder der Eintracht einen Platz in Europa gönnen. Nicht nur, weil die Frankfurter die Bundesliga in der Europa League so würdig und glanzvoll vertreten haben, wie kaum ein anderes Team in der jüngeren Vergangenheit - sondern auch, weil die Eintracht in der Bundesliga gleichermaßen begeistern konnte.


Doch Erfolg bringt immer auch seine Schattenseiten mit, das dürfte Sportvorstand Fredi Bobic als alter Hase im Geschäft bewusst sein. Deutlich wird das anhand der berühmt gewordenen "Büffelherde". 57 Pflichtspieltreffer gelangen Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic 2018/19. Ab Sommer dürften die drei getrennt voneinander die Torjägerlisten abgrasen.


"Möglich. Ich glaube, die Chancen sind nicht besonders groß, dass alle drei bleiben", ließ Haller gegenüber der Bild tief blicken. Luka Jovic wird ohnehin seit Tagen und Wochen mit Real Madrid in Verbindung gebracht. Es wurde sogar vermeldet, der Transfer sei bereits fix. Nach dem Saisonfinale machte Bobic aber deutlich, dass man derzeit noch weit von einer Einigung entfernt sei. ​Es wird um die Ablöse gepokert, in den letzten Tagen herrschte laut Bild Funkstille.


Wie geht es mit Rebic weiter?


Früher oder später dürfte man sich aber einigen - daran zweifelt kaum mehr jemand. Dabei ist Jovic vielleicht nicht der einzige des Erfolgstrios, der den Abflug macht. Während Haller wohl bleibt, spekuliert die Bild über einen Rebic-Wechsel. Demnach sein es sehr wahrscheinlich, dass der Vize-Weltmeister Frankfurt verlässt.


Ein konkreter Klub wird nicht genannt - es braucht aber wenig Einfallsreichtum, um die potenziellen Abnehmer benennen zu können. Zum einen wäre da der FC Bayern - hier hängt wohl viel von der Zukunft von Trainer Niko Kovac ab. Der würde seinen Ex-Schützling nämlich gerne an der Säbener begrüßen. Und Rebic wäre wohl ein Kandidat für den Flügel, der unter der ominösen ​80-Millionen-Euro-Marke von Uli Hoeneß bleibt. Neben den Bayern dürfte Rebic auch in England begehrt sein. Auf die Insel würde er mit seiner Spielweise gut passen.


Aus Eintracht-Sicht, sehr gut, dass man sich auch bei Rebic auf dem Fahrersitz befindet. Schließlich verlängerte er erst vor der Saison seinen Vertrag bis 2022. Ein großes Verdienst des Managements rund um Bobic. Heißt: Auch bei Rebic würde die Eintracht finanziell angemessen entschädigt. Bei der SGE wusste man ohnehin, dass der Kroate wohl nicht bis Vertragsende bleibt - möglicherweise hatte man ihm das auch bei der Verlängerung zugesichert.


"Bis jetzt hat Ante noch gar nichts gesagt, dass er weg will. Er hat noch lange Vertrag. Aber wenn was Gutes kommt, was ihn reizt und wo er noch mehr erreichen kann, wird er darüber nachdenken. Aber das wird jeder verstehen. Wenn er bleibt, wird er bei der tollen Atmosphäre auch Spaß haben" - so fasste Ivica Olic die Situation seines Freundes gegenüber der Bild treffend zusammen. Der (Transfer-)Sommer dürfte spannend bleiben in Frankfurt.